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Höhenkrankheit kann auch trainierte Sportler erwischen

Wer bei Bergtouren die Symptome ignoriert, riskiert lebensgefährliche Folgen.

Gratwanderung auf dem Fil Tuma (Foto: berggeist007/pixelio.de)

Gratwanderung auf dem Fil Tuma (Foto: berggeist007/pixelio.de)

Ein zu schneller Aufstieg und eine zu kurze Ruhephase können auch bei gut trainierten Sportlern zur Höhenkrankheit führen. Wer bei Bergtouren die Symptome ignoriert, riskiert lebensgefährliche Folgen wie ein Lungen- oder Hirnödem. Davor warnt Prof. Dieter Köhler von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne.

Spürt jemand frühe Anzeichen wie leichte Kopfschmerzen, Unwohlsein und Übelkeit, sollte er sich vorsichtshalber in eine tiefere Lage begeben. Dort wartet er am besten ab, bis die Beschwerden vergangen sind. Danach kann er versuchen, langsam wieder in die Höhe zu steigen.

Organe müssen sich an dünnere Luft gewöhnen

Bessert sich sein Zustand über Nacht nicht, muss er sich umgehend auf weniger als 2500 Meter begeben. Grundsätzlich sollten Bergsteiger nicht mehr als 300 bis 500 Meter Höhenunterschied überwinden, wenn sie auf mehr als 2500 Metern über dem Meeresspiegel unterwegs sind.

Köhler empfiehlt auch, sich in Ruhe mit ein bis zwei Tagen Pause an die dünnere Luft in höheren Lagen zu gewöhnen. Bei einem Ödem sammelt sich Flüssigkeit im betroffenen Organ. Ein Hirnödem kann von Gangunsicherheit bis hin zu Bewusstlosigkeit führen, ein Lungenödem zu Atemnot und blutigem Husten.

Bergsteiger sollten viel trinken

Je höher die Lage, desto niedriger sind Luftdruck und Sauerstoffgehalt der Luft. Um mehr Sauerstoff zu bekommen, bildet der Körper mehr rote Blutkörperchen. Das dauert allerdings einige Zeit, weshalb ein langsamer Aufstieg notwendig ist.

Köhler zufolge ist außerdem wichtig, dass Bergsteiger bewusst viel trinken. Damit verhindern sie, dass ihr Blut verdickt und es zu einer Thrombose oder Lungenembolie kommt.

(dpa/tmn)

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