Humboldtforum: Züricher Architekten siegen

Der Wettbewerb Bauliches Corporate Design ist entschieden – die Innenarchitektur für das bedeutendste Kulturbauvorhaben Deutschlands legt besonderen Wert auf Barrierefreiheit.

Computervisualisierung des rekonstruierten Berliner Stadtschlosses, in dem das Humboldt-Forum entstehen soll.

Der Wettbewerb für die Inneneinrichtung des Berliner Humboldtforums ist entschieden. Mit neun zu zwei Stimmen vergab die Jury den ersten Preis im Wettbewerb Bauliches Corporate Design an das Züricher Büro Holzer Kobler Architekturen GmbH mit Gourdin & Müller GbR aus Leipzig, wie die Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum am Mittwoch mitteilte. Der Wettbewerb umfasst den Entwurf eines Orientierungssystems sowie Mobiliar für das Gebäude wie Kassentresen, Empfangstheken und Sitzgelegenheiten. Weitere Bestandteile waren die Gestaltung der Bibliotheken sowie innenräumliche Stilvorgaben für die Cafés und das Auditorium.

Das Humboldtforum in der Gestalt des Stadtschlosses entsteht nach den Plänen des italienischen Architekten Franco Stella und soll 2019 eröffnet werden. An dem künftigen Humboldtforum werden drei barocke Fassaden des 1950 gesprengten Stadtschlosses rekonstruiert. Moderne Architektur wird die vierte, zur Spree gerichtete Fassade bestimmen.

Noch ist es nur ein Baugelände – der Schlossplatz, auf dem das Humboldt-Forum entstehen wird (Blick von der Rathausstraße zur Karl-Liebknecht-Straße)

Das Humboldt-Forum soll ein Forum für Kultur, Kunst und auch Wissenschaft als Nutzungsraum bieten, in dem sich – angesichts des geistigen Erbes von Alexander und Wilhelm von Humboldt – Bildung, Wissen und Kultur entfalten und zugänglich machen lässt.

Wert auf Barrierefreiheit gelegt

Die Innenarchitektur für das bedeutendste Kulturbauvorhaben Deutschlands nehme nun Gestalt an, betonte der Sprecher und Vorstand der Ausloberin und Bauherrin des Projekts, der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, Manfred Rettig. Der prämierte Entwurf gebe dem Humboldtforum „ein zukunftsorientiertes, einladendes und einprägsames Gesicht“.

Die Leitidee des Entwurfes „nimmt die Gestalt des Gebäudes und der Wortbildmarke des Humboldtforums auf und entwickelt aus ihren Logiken grafische und räumliche Konzepte“, kommentierte die Jury den Siegerentwurf. Das Orientierungssystem sei besonders signifikant und leicht lesbar, auch im Sinne der Barrierefreiheit. Der Entwurf werde auch in der Zukunft sehr gut weiterentwicklungsfähig sein, weil er „einen überzeugenden gestalterischen Rahmen vorgibt, der prägend ist, aber trotzdem variabel bleibt“.

Text: dapd-bln/RP/Großes Foto: Wikipedia/eldaco. GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder eine spätere Version. Kleines Foto: Wikipedia/Wolfgang Pehlemann. Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland lizenziert.

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