I heard it my way: Frank Sinatra

Er war einer von uns: Am 12. Dezember 2015 wäre der Sänger 100 Jahre alt geworden.

Frank Sinatra (Foto: dpa)

Frank Sinatra (Foto: dpa)

„Let it snow, let it snow, let it snow.“ Weihnachten wäre für viele kein „Winter Wonderland“ ohne seine Stimme und seine Lieder: Frank Sinatra (1915–1998). Am 12. Dezember 2015 wäre der Sänger 100 Jahre alt geworden. Was viele nicht wissen: Damit er zur Welt kommen konnte, musste der Arzt eine Geburtszange zu Hilfe nehmen. Dabei riss ein Trommelfell des Babys – die spätere Ikone des Jazz und Swing war schwerhörig und auf ein Hörsystem angewiesen. Laut seinem Hörakustiker Bill William F. Austin soll er damals gesagt haben: „To hear again is to know life again.“ (Wieder zu hören heißt, das Leben wieder zu genießen). Einer der größten Entertainer des vergangenen Jahrhunderts war also ein Mensch mit Behinderung.

Übrigens… 1989 rückte die Sowjetunion unter Michail Gorbatschow davon ab, in die inneren Angelegenheiten verbündeter Staaten einzugreifen. Damit war der Kalte Krieg beendet. Der damalige sowjetische Außenamtssprecher Gennadi Gerassimow kommentierte dies wie folgt: „Sie kennen den Song von Frank Sinatra ,I Did It My Way‘ (Ich mache es auf meine Art)? Polen und Ungarn machen es nun auf ihre Art.“ Damit sei die „Breschnew-Doktrin“, die der UdSSR das Recht auf Intervention bei Verbündeten einräumte, tot. Die Presse griff die Aussage dankbar auf und bezeichnete Gorbatschows Politik der Öffnung fortan als „Sinatra-Doktrin“.

(RP/PM)

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