Ich bin psychisch krank – die mutige Rede von Demi Lovato

Besser als jede Hasstirade von Donald Trump: Die US-Sängerin und Schauspielerin spricht vor Demokraten über ihre gesundheitlichen Probleme.

Demi Lovato: Auftritt am ersten Tag des Nominierungsparteitages der Demokraten im Wells Fargo Center in Philadelphia (Foto: EPA/TANNEN MAURY, dpa)

Demi Lovato: Auftritt am ersten Tag des Nominierungsparteitages der Demokraten im Wells Fargo Center in Philadelphia (Foto: EPA/TANNEN MAURY, dpa)

Die US-Sängerin und Schauspielerin Demi Lovato (23) hat auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten offen über ihre psychischen Probleme geredet. „Wie Millionen von Amerikanern auch lebe ich mit einer psychischen Erkrankung. Aber ich habe Glück. Ich hatte die Mittel und die Unterstützung, um mich in einer Topeinrichtung behandeln zu lassen“, sagte Lovato bei ihrer Rede in Philadelphia. Zu viele Amerikaner bekämen dagegen keine Hilfe. „Weil sie Angst vor Stigmatisierung haben oder sich die Behandlung nicht leisten können.“

Psychisch Kranke brauchen Versorgung

Es gehe nicht um Politik, sondern darum, das Richtige zu tun. „Ich stehe hier heute als Beweis dafür, dass man ein normales und selbstständiges Leben mit einer psychischen Erkrankung führen kann.“ Die 23-Jährige rief dazu auf, Hillary Clinton zur US-Präsidentin zu wählen. Denn sie würde sich dafür einsetzen, dass psychisch Kranke die Versorgung bekämen, die sie bräuchten.

2010 hatte sich der damals 18-jährige Teeniestar („Camp Rock“) unter anderem wegen Essstörungen behandeln lassen. Später erklärte Lovato, sie leide unter einer bipolaren Störung. Seitdem spricht sie immer wieder offen über ihre Erkrankung.

Lovato, die auf dem Parteitag auch ihren Song „Confident“ sang, war eine von mehreren Prominenten, die sich in Philadelphia für Clinton aussprachen. Auch die Schauspielerin Eva Longoria (41) und die Komikerin Sarah Silverman (45) hielten Reden.

(RP/dpa)

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