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Ilke Wyludda hat ein Bein verloren, dafür ein Leben gewonnen – und jetzt die Paralympics im Visier

Ilke Wyludda 1989 beim Leichtathletik-Sportfest um den Vier-Tore-Pokal in Neubrandenburg

Der Diskus-Olympiasiegerin Ilke Wyludda musste wegen einer Infektion ein Bein amputiert werden. Jetzt empfindet sie schon ihren Alltag als größtes Geschenk.

Der Tagesspiegel berichtet:

Die Olympiasiegerin von 1996, die zweimalige Europameisterin, die Frau, die für die DDR hochgedopt mit 74,40 Metern einen erschreckend weiten Junioren-Weltrekord aufgestellt hatte, die war im Dezember 2010 zur Behindertensportlerin geworden. Eine Wunde im Unterschenkel sollte verschlossen werden, doch in der Wunde siedelten sich Keime an, es drohte eine Blutvergiftung.

Als Behindertensportlerin schleudert Wyludda jetzt Diskus,

eingestuft in der Schadensklasse der Oberschenkelamputierten oder Menschen mit Hirnschädigung und minimaler Beinschädigung. „Das Training tut gut“, sagt sie. Aber sie hat erst wenige Male geworfen, die Zeit fehlt ihr einfach. Und noch ist ihr die Weite völlig egal. Irgendwann nicht mehr. 2012 finden die Paralympics statt. „Warum sollte ich mich dafür nicht qualifizieren?“, sagt die Olympiasiegerin.

Ausführliches Porträt: Tagesspiegel

Foto: Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 183-1989-0623-028, Urheber: Häßler, Ulrich. Commons:Bundesarchiv

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