In Frankreich dürfen Homosexuelle bald wieder Blut spenden

In Deutschland gilt ein grundsätzliches Verbot für Schwule, da sie als HIV-Risikogruppe gewertet werden.

(Foto: Shutterstock)

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Homosexuelle Männer dürfen in Frankreich ab 2016 wieder Blut spenden. Damit sei „das Ende eines Tabus und einer Diskriminierung» gefallen, wie Gesundheitsministerin Marisol Touraine am Mittwoch der Tageszeitung „Le Monde“ sagte. Niemand werde mehr wegen seiner sexuellen Orientierung von der Blutspende ausgeschlossen. Die Aufhebung des Blutspendeverbots betrifft jedoch nicht alle homosexuellen Männer. Die Erlaubnis soll in mehreren Etappen erfolgen. Zunächst dürfen nur jene Homosexuelle Blut spenden, die ein Jahr lang keinen gleichgeschlechtlichen Sex gehabt haben.

Männer, die nur einen Partner haben oder seit vier Monaten keine sexuellen Beziehungen hatten, dürfen dagegen nur Blutplasma spenden, präzisierte Touraine. Erst wenn eine Studie ergebe, dass es bei den Blutspenden von Homosexuellen keine Risiken gäbe, sollen von 2017 an die Möglichkeiten zur Blutspende ausgeweitet werden. Schwule durften seit 1983 aus Angst vor dem Aids-Virus kein Blut spenden. In Deutschland gilt bisher ein grundsätzliches Blutspendeverbot, da Schwule als HIV-Risikogruppe gewertet werden.

(dpa)

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