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Inklusion: Ein weiter Weg (für Eltern)

Ein Gastkommentar der „Schwäbischen Zeitung“ zum Thema Willkommenskultur.

Keine Willkommenskultur im Fall Henri (Foto: Bildquellenangabe: 	lichtkunst.73 /pixelio.de)

Keine Willkommenskultur im Fall Henri (Foto: Bildquellenangabe: lichtkunst.73 /pixelio.de)

Am Fall des elfjährigen Henri zeigt sich, dass Wünschenswertes noch lange nicht zum Alltäglichen wird. Die Gesellschaft steht erst am Anfang eines weiten Weges, Behinderte intensiver in den Schulalltag zu integrieren. Geistig Behinderte vor allem. Auf das Nein zweier Schulen, den Jungen mit dem Down-Syndron zu unterrichten, reagiert das Kultusministerium mit Angeboten anderer Schulen, die den Jungen aufnehmen würden. Es stellt auch klar, das Wahlrecht der Eltern beziehe sich nicht auf jede einzelne Schule, sehr wohl aber auf vertretbare Angebote in der Region. Diese Aussage ist ein wichtiges Signal, im Miteinander von Elternhaus und Schulverwaltung die pädagogisch beste Lösung zu finden. Wer geistig Behinderte integrieren will, muss eine Willkommenskultur entwickelt haben. Die Wunschschulen der Eltern aber fühlten sich überfordert. Sie gehören deshalb nicht an den Pranger. Aber sie müssen motiviert werden, weiter zu denken als bislang üblich.

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