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Inklusion: Welches Bundesland ist am weitesten?

ROLLINGPLANET zeigt die Bundesliga-Tabelle der Schulen für das Frühjahr 2013: Bremen liegt vorne, Niedersachsen ist Schlusslicht.

Von Inklusion sollen alle behinderten Schüler – nicht nur die schultechnisch relativ unproblematischen Rollstuhlfahrer, wie dieses Bild aus einer Hamburger Klasse den Eindruck erwecken könnte – profitieren (Foto: dpa)

Von Inklusion sollen alle behinderten Schüler – nicht nur die schultechnisch relativ unproblematischen Rollstuhlfahrer, wie dieses Bild aus einer Hamburger Klasse den Eindruck erwecken könnte – profitieren (Foto: dpa)

Wo gehen die meisten Kinder und Jugendlichen mit Behinderung auf ganz normale Schulen? Soeben sind die neuesten Zahlen eingetroffen, die zeigen, wie weit die Bundesländer mit der Inklusion sind: Spitzenreiter ist Bremen.

Prozentualer Anteil von Schülern mit Förderbedarf, die Regelschulen besuchen:

1. Bremen: 55,5
2. Schleswig-Holstein: 54,1
3. Berlin: 47,3
4. Brandenburg: 40,0
5. Saarland: 39,1
6. Hamburg: 36,3
7. Mecklenburg-Vorpommern: 30,4
8. Thüringen: 27,8
9. Baden-Württemberg: 27,2
10. Sachsen: 23,7
11. Rheinland-Pfalz: 23,0
12. Bayern: 22,4
13. Sachsen-Anhalt: 20,5
14. Nordrhein-Westfalen: 19,2
15. Hessen: 17,3
16. Niedersachsen: 11,1

(Quelle: Bertelsmann Stiftung)

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1 Kommentar

  • Helge Blankenstein

    Liebes Rollingplanet-Team. „Traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast“ (Dem Gerücht nach von Winston Churchill).

    Ich denke in diesem Fall ist es wichtig, die genauen Daten zu bekommen um nachzuvollziehen, wie diese Ergebnisse zustande kamen. So ist beispielsweise wichtig, wie die Kriterien der einzelnen Bundesländer sind, um Kinder als Förderschüler einzustufen. Erst dann kann man ableiten, wie sich die Prozentzahlen auswirken. Für M-V weiß ich, dass (Zzahlenmäßidg) erheblich mehr Kinder als Förderschüler eingestuft werden als in anderen Bundesländern. Wenn also einige es schaffen sich, dank hartnäckiger Eltern, an Regelschulen durchzusetzen, ist der prozentuale Anteil automatisch höher.

    Wenn man aber noch erfährt, das der Bidungsminsiter von M-V bereits zwei Inklusionskongresse gestartet hat, als Überschrift aber anführt: „Warum Inklusion nicht funktionieren kann“, werden meine Zweifel an der Vergleichbarkeit der Vorgaben verständlicher. Einen Gebärdensprachunterricht an einer Regionalen Schule finziert er nicht, sondern lässt die Rektorin wissen: „Für solch einen Firlefanz haben wir kein Geld“. Aber lasse mich aber gern eines besseren belehren.

    Helge Blankenstein

    20. März 2013 at 20:23

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