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Inklusiv arbeiten: Matthias Rösch wünscht sich „Kümmerer vor Ort“

In Rheinland-Pfalz gibt es weniger Jobs für Menschen mit Handicap als im Bundesdurchschnitt – der Behindertenbeauftragte will das ändern.

Behindertenbeauftragter Matthias Rösch (Foto: RLP)

Behindertenbeauftragter Matthias Rösch (Foto: RLP)

Die Beschäftigung von Schwerbehinderten leidet nach Einschätzung des Landesbeauftragten Matthias Rösch noch immer unter Vorurteilen. Vor dem Auftakt zu einer Sommerreise unter dem Motto „Inklusiv arbeiten“ sagte Rösch, bei manchen Arbeitgebern gebe es die Vorstellung, dass man Menschen mit Behinderungen nicht kündigen könne oder dass sie häufig krank seien.

„Deshalb ist es am wichtigsten, dass Kümmerer vor Ort sind, die auch dabei helfen, die Barrieren in den Köpfen abzubauen,“

so Rösch.

Auf der bis Freitag dauernden Sommerreise will Rösch vor allem „gute Beispiele zeigen, wo Menschen mit Behinderungen in Betrieben Arbeit finden und was die Gelingensbedingungen dafür sind“. Zu den ersten Besuchsstationen gehört am heutigen Dienstag die Regionalstelle des Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZSL) in Bitburg.

Weniger als im Bundesdurchschnitt

Nachholbedarf sieht der Landesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen bei der gesetzlichen Mindestquote für Schwerbehinderte mit mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze in Unternehmen ab 20 Arbeitsplätzen.

„1732 beschäftigungspflichtige Betriebe in Rheinland-Pfalz haben keinen einzigen Schwerbehinderten eingestellt“,

kritisierte Rösch. Nach zuletzt verfügbaren Daten liegt der Anteil schwerbehinderter Arbeitnehmer in Rheinland-Pfalz bei 4,1 Prozent; alleine bei privaten Arbeitgebern sind es nur 3,7 Prozent und damit weniger als im Bundesdurchschnitt (4,1 Prozent).

(dpa/lrs)

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