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Interview mit Verena Bentele: Wie lief das mit Andrea Nahles?

ROLLINGPLANET-Radio: „Der Wettkampf beginnt erst“ – Die neue Behindertenbeauftragte über den Anfang ihrer Arbeit und ihre Ziele. Von Jo Schrader

Amteinführung: Am 16. Januar 2014 führte die Bundessozialministerin Andrea Nahles (r.) die neue Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen Verena Bentele (l.) in ihr Amt ein (Foto: Behindertenbeauftragte)

Amteinführung: Am 16. Januar 2014 führte die Bundessozialministerin Andrea Nahles (r.) die neue Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen Verena Bentele (l.) in ihr Amt ein. Bentele ist seit ihrer Geburt blind und die erfolgreichste deutsche Behindertensportlerin aller Zeiten: (Foto: Behindertenbeauftragte)

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Verena Bentele
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3 Kommentare

  • Christine Linnartz

    Audiodatei? Was ist mit uns hörbehinderte Menschen – auch wir wollen was erfahren!

    17. Januar 2014 at 23:44
  • ROLLINGPLANET
    Rollingplanet

    Leider reichen unsere Kapazitäten derzeit als ehrenamtliches Projekt nicht aus, um eine vollständige Abschrift zu liefern. Wir haben Ihnen dazu auch eine presönliche Nachricht geschrieben.

    Hier wenigstens der Anfang des Interviews als Abschrift:

    Frau Bentele, wie war Ihr erster Gedanke, als Sie von dem Vorschlag von Frau Bundessozialministerin Andrea Nahles gehört haben, Sie würden die künftige Bundesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung werden?

    Ich bin natürlich sehr überrascht gewesen, als mein Telefon klingelte und Andrea Nahles mich gefragt hat, ob ich mir dieses Amt vorstellen und zutrauen würde. Und ja, ich habe mich natürlich sehr gefreut, vor allem über das Vertrauen von Andrea Nahles, und nach einiger Bedenkzeit danach gleich gesagt, könnte ich mir vorstellen. Aber der erste Gedanke war erst mal wirklich, was ich? Das ist jetzt überraschend.

    Nun haben Sie häufig schon das Gefühl gehabt, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. 12 paralympische Goldmedaillen. Da kann man sich daran orientieren. Wie fühlen Sie sich jetzt als Bundesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen?

    Ich habe mich heute bei der Einführungsveranstaltung sehr gefreut, dass jetzt der Tag da ist, aber ich sehe es nicht so wie im Wettkampf, dass ich jetzt ganz oben auf dem Treppchen stehe, weil dann war es eigentlich im Sport immer so, dass der Wettkampf schon zu Ende war, man schon sein Ziel erreicht hat. Ich stehe jetzt ganz am Anfang und jetzt werden erst mal in den nächsten Tagen und Monaten die Ziele definiert und dann fängt die Arbeit erst so richtig an. Also eigentlich bin ich gerade so am Startschuss, und der Wettkampf beginnt erst. So würde ich das jetzt sehen.

    Nehmen wir doch diesen sportlichen Gedanken gleich mal auf. Biathlon ist ja eine fast bisschen widersprüchliche Sportart. Da heißt es, eifrig-kraftvoll ausschreiten, spurten, ausdauernd in der Spur bleiben, dann wieder ruhig stehen, Luft anhalten, zielen und kaltblütig treffen. Was nehmen Sie denn aus diesem Sport für Ihr künftiges Amt zum Wohl behinderter Menschen und einer inklusiven Gesellschaft mit?

    Ja, was ich auf jeden Fall mitnehme, das ist, dass man auch im Bereich der Inklusion und dem Einsatz für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung – dass man dafür einen langen Atem braucht. Man braucht wirklich eine große Ausdauer. Und was ich auch ganz spannend finde, und das kenne ich auch aus dem Sport, die Anforderungen sind eben sehr vielfältig, weil eben auch jeder Mensch, der eine Behinderung hat, das weiß ich aus eigener Erfahrung, hat ein ganz anderes Lebensumfeld, hat andere Bedürfnisse und für jeden Menschen, der seine individuellen Bedürfnisse artikuliert und anmeldet, braucht es eben auch andere Lösungen, und das ist für mich ein ganz guter Gedanke, um in das Amt hier einzusteigen, weil der Weg der Teilhabe, der Inklusion nur sein kann, dass man eben durch große Offenheit, durch Dialog, durch eine gute Kommunikation, eben gemeinsam bestrebte Lösungen zu finden, und sie zu erarbeiten, wie unsere Gesellschaft auch in den nächsten Jahren noch mehr Menschen mit Behinderung in ihrer Mitte teilhaben lassen kann.

    18. Januar 2014 at 00:59
  • Christiane

    Warum crowdsourced Ihr die Abschrift nicht? Wenn jeder 1 Minute macht, braucht es 7 Leute. Das wird ja wohl möglich sein. Ich bin dabei! So geht Inklusion.

    25. Januar 2014 at 01:34

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