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Inzestfall Willmersbach: Drei behinderte Söhne, zwei davon tot

Vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth hat der Prozess gegen einen 69-jährigen Mann begonnen, der seine Tochter über Jahrzehnte hinweg fast 500 Mal vergewaltigt haben soll.

Unter großem Medienandrang hat der Angeklagte eingeräumt, Sex mit seiner heute 46-jährigen Tochter gehabt zu haben, erstmals, als diese 17 Jahre gewesen sei. Seither sei dies meist ein- bis zweimal die Woche geschehen, angeblich stets einvernehmlich – so der Angeklagte.

Die Tochter dagegen spricht von einem jahrzehntelangen Martyrium, bei dem sie mit Schlägen zum Sex gezwungen wurde – zum ersten Mal, als sie zwölf oder 13 Jahre alt war.

Die Anklageschrift listet 497 Fälle auf – dabei sind indes nur mögliche Taten ab dem Jahr 1991 berücksichtigt, die noch nicht verjährt sind.

Die Tochter soll von ihrem Vater drei behinderte Söhne bekommen haben, von denen zwei mittlerweile verstorben sind.

Willmersbach im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim ist ein kleiner Ort in Mittelfranken. Laut „Süddeutsche Zeitung“ haben fast alle Bescheid gewusst: „Es war das Gesprächsthema des Ortes, die Leute machten Witze darüber: Aber niemand half der Frau.“

Das Urteil wird am 19. Dezember erwartet. 24 Zeugen und drei Sachverständige werden befragt. Im Falle einer Verurteilung drohen dem 69-Jährigen bis zu 15 Jahre Haft.

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3 Kommentare

  • Bastian

    Schoener Blog, ich komme auf jeden fall regelmaessig

    4. Dezember 2011 at 21:43
  • Lukas

    Ich war heute Nachmittag bereits hier im Blog von der Arbeit aus aus, jetzt Zuhause von meine Mutters Netbook ist das Layout aber irgendwie zerlegt. Ich habe leider keinen Schimmer, welcher Browser auf hier laeuft.

    6. Dezember 2011 at 23:55
  • Rollingplanet

    Wir haben Ihren Link gelöscht, weil wir ihn als Werbung betrachten. (Grundsätzlich sind Links erlaubt.)

    Zu Ihrer Frage: Welchen Browser verwenden Sie?

    7. Dezember 2011 at 00:03

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