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Jede Kasse regelt Kosten für Brust-OPs anders

(Foto: KAWA)


Nach dem Skandal um gefährliche Billig-Brustimplantate aus Frankreich stellt sich die Frage: Wer zahlt, wenn die Dinger wieder raus sollen?

(ots) – Frauen, die gefährliche Brustimplantate austauschen lassen wollen, werden sehr unterschiedlich an den Kosten beteiligt. Je nach Krankenkasse müssen sie die Rechnung gar nicht, zur Hälfte oder fast ganz bezahlen, ergab eine Umfrage der WAZ-Gruppe (heutige Ausgabe).

Nach Schönheits-OPs müssen sich gesetzliche Kassen nur zu 50 Prozent an der Entfernung und gar nicht an neuen Implantaten beteiligen. So vorschriftsgemäß macht es die TK. Sie übernimmt die Hälfte der Entfernungskosten von rund 1300 Euro, also 650 Euro. Eine OP, in der auch neue Implantate eingesetzt werden, kostet nach Angaben der TK aber rund 4000 Euro, bleiben rund 3350 Euro für die Frauen.

AOK Rheinland/Hamburg ist am großzügigsten

Doch die Kassen haben Spielraum. So übernimmt die AOK Nordwest die Hälfte der Gesamtkosten, also rund 2000 Euro. Zudem berücksichtigt sie die Einkommensverhältnisse und übernimmt in Härtefällen auch mehr. Das solle verhindern, dass Frauen aus finanzieller Not auf eine notwendige OP verzichten.

Weil „eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung“ bestehe, übernimmt die AOK Rheinland/Hamburg die Kosten „in sämtlichen Fällen“ gleich komplett. Sie wolle sich das Geld bei den Herstellern oder Kliniken zurückholen, hieß es gestern.

Die Barmer GEK beteiligt sich nur an der Entfernung der Kissen, je nach Einkommen aber auch zu mehr als 50 Prozent. Brust-OPs aus medizinischen Gründen werden privat wie gesetzlich meist komplett bezahlt.

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Jana aus Sachsen wollte sich ihren Traum von schönen Brüsten erfüllen. Doch die ersehnte Schönheitsoperation ist der Beginn eines Alptraums. Nach dem Einsetzen der Implantate heilen die Wunden nicht, stattdessen werden die Brustwarzen schwarz und sterben ab. Insgesamt neun Mal wird die 40-Jährige daraufhin operiert.

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