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Jetzt ist es sozusagen amtlich: Raul Krauthausen gehört zur Internet-Elite

Der Wheelmap-Erfinder ist auf Platz 59 der von WiWo erstellten Liste mit den „wichtigsten Köpfen der deutschen Internetwirtschaft“.

Die "WiWo"-Liste

Raul Krauthausen (Foto: Christian Lewandrowski)

Die „WirtschaftsWoche“ präsentiert in ihrer morgigen Ausgabe (seit gestern am Kiosk erhältlich) die Liste der aus ihrer Sicht wichtigsten Internetmacher Deutschlands.

Raul Krauthausen, der den Berliner Verein Sozialhelden, Wheelmap.org für barrierefreie Adressen und BrokenLifts (Ist-Zustand der Berliner ÖPNV Aufzüge) gründete/initiierte, hat es nicht nur in die Top 100 geschafft, sondern belegt sogar einen beachtlichen Platz 59 – was ihm nun nicht etwa, wie er via Twitter ironisch befürchtet, „einen zweifelhaften Ruf“ einbringt. Vielmehr dürfte das Ranking seinen Status als einen der wichtigsten Menschen mit Behinderung im Internet und Design-Denker festigen.

Krauthausen ist einmalig

Vielleicht hilft die Wi-Wo-Liste ja, dass der in Peru geborene Berliner, der Osteogenesis Imperfecta (Glasknochen) hat, künftig nicht mehr verwechselt wird: „Ich fand es zum Totlachen, dass ein Teilnehmer, der kleinwüchsig ist und im Rollstuhl sitzt, ständig für Raul Krauthausen gehalten wurde. Das war wirklich Realsatire. Ich frage mich, wie viele Rollstuhlfahrer täglich für Wolfgang Schäuble gehalten werden, weil sie den aus dem Fernsehen kennen. Ja, es gibt mehr von uns, als man so glaubt“, schreibt Christiane Link in ihrem Blog Behindertenparkplatz in einer Nachbetrachtung zur re:publica 2012.

In guter Gesellschaft

Auf den Plätzen 1, 2 und 3 führt die WiWo die Unternehmer Alexander Ljung (Gründer der Musikerplattform Soundcloud und auch ein Bewohner des Rollingplaneten, da er mal gerne mit dem Skateboard durch die Büroräume heizt), Philipp Schindler (deutscher Vice Präsident von Google) und Christophe Maire (Ebook-Enthusiast).

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1 Kommentar

  • Martin Habacher

    Ich fürchte die Liste (so cool das auch ist!!) wird daran nicht viel ändern. Im Grunde stellt es für Raul ja auch kein Problem dar. Wenn ihn die Leute ansprechen (weil sie ihn für Raul Krauthausen halten) machen sie ja nichts falsch. Im Gegenteil, es ist auch sehr nett und zeugt von Respekt der ihm entgegengebracht wird.

    Mühsam ist es, ständig für ihn gehalten zu werden! Also für den anderen (in dem Fall eben mich) ist es ein Problem. Natürlich gibt es unangenehmere Verwechslungen, aber 3 Tage lang „Ähhh, nein – der steht da drüben“ oder „Ich bin nicht Raul Krauthausen, sie verwechseln mich gerade“ ist auch nicht lustig! Zumindest ab dem 2. Tag. 😉

    Aber Asiaten und Schwarze sehen doch auch alle gleich aus, oder?! 😉

    10. Mai 2012 at 16:13

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