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Jetzt sind unsere Rollstuhlbasketballer Gold-Favoriten

Die Herren starten mit einem Paukenschlag in die Paralympics und feiern einen 77:72-Erfolg über Gastgeber Großbritannien.


Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren hat gestern Abend im ersten Gruppenspiel gegen Gastgeber Großbritannien, zugleich die Neuauflage des verlorenen EM-Endspiels von 2011, den ersten dicken Brocken aus dem Weg geräumt. Der Truppe von Bundestrainer Nicolai Zeltinger gelang der erste Erfolg gegen die Briten in einem großen Turnier seit elf Jahren. Dabei war die Partie in der North Greenwich Arena an Dramatik nicht zu überbieten, die sich auch auf die Zuschauerränge übertrug. Am Ende und nach Verlängerung jubelte das deutsche Team nach einem 77:72 (21:10/34:27/47:50/66:66)-Erfolg.

Nach einer kurzen Abtastphase fand Deutschland über André Bienek und Jan Haller in der Offensive als erstes Team zu ihrem Spiel. Grundlage der Dominanz in diesem Abschnitt war jedoch die exzellente Abwehrleistung der Mannschaft von Bundestrainer Nicolai Zeltinger. Erst nach dem 34:16 (15.) aus deutscher Sicht kam der gastgebende Medaillenkandidat besser ins Spiel, dies dann aber vehement.

Dramatische Entscheidung in der Verlängerung

Bis zur Pause hatten die Briten den Anschluss gefunden und diesen in der 27. Spielminute zur ersten Führung (47:46) umgewandelt. Im Schlussviertel wogte die Partie trotz einer hohen Foulbelastung der deutschen Rollstuhlbasketballer hin und her, ehe die Entscheidung in einem ebenso packenden wie dramatischen Spiel in der Verlängerung fiel.

„Wir haben, auch nachdem wir die deutliche Führung hergeben mussten, immer an uns geglaubt. Mit diesem Sieg haben wir eines der Topteams geschlagen und bewiesen, dass unsere Entwicklung weiter nach oben zeigt“, so Bundestrainer Zeltinger nach der Auftaktpartie. Dirk Passiwan (26/1 Dreier), André Bienek (15/2) und Sebastian Wolk (15) waren die erfolgreichsten deutschen Werfer.

Das nächste Spiel steht bereits heute Vormittag (10:45 Uhr Ortszeit) gegen Kolumbien an (verlor gestern 45:63 gegen Polen). Am Samstag heißt der Gegner Japan (gestern 53:68 gegen Kanada), am Sonntag Kanada und am Montag Polen, ehe am Mittwoch (5.9.2012) das Viertelfinale ansteht – das bereits jetzt greifbar nahe erscheint.

Großbritannien: Simon Munn (21), Terry Bywater (19), Ian Sagar (11), Abdi Jama (10), Ade Orgebemi (3, RSC-Rollis Zwickau), Matt Bryne (4), Paul Finbow (2), Jon Pollok (2), Gaz Choudry (RSC-Rollis Zwickau), John Hall, Dan Highcock, Matt Sealy (RSC-Rollis Zwickau).

Deutschland: Dirk Passiwan (26/1 Dreier, GOLDMANN Dolphins Trier), André Bienek (15/2, Briantea ´84 Cantú/ITA), Sebastian Wolk (15, Mainhatten Skywheelers), Jan Haller (11/1, RSV Lahn-Dill), Sebastian Magenheim (8, USC München), Thomas Böhme (2, RSV Lahn-Dill), Thomas Gundert (RSV Lahn-Dill), Matthias Heimbach (Jena Caputs), Dirk Köhler (RSV Lahn-Dill), Andi Kress (Mainhatten Skywheelers), Björn Lohmann (RSV Lahn-Dill), Sercan Ismail (n.e., USC München).

(aj/RP)


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