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Jubiläum für das Duell der Rollstuhlbasketball-Giganten

RSV Lahn-Dill-Trainer Nicolai Zeltinger möchte auch am Samstag gegen Zwickau so jubeln wie hier nach dem Meisterschaftsfinale 2011 (Foto: Armin Diekmann)

Tabellenführer gegen Tabellenzweiten: Am Samstag treffen RSV Lahn-Dill und RSC-Rollis Zwickau zum 50. Mal aufeinander. Zwei Spieler des Titelverteidigers mussten deshalb rechtzeitig ihren Flieger erwischen.

(aj) – Seit über zehn Jahren beherrschen beide Teams nicht nur die nationale Szene, sondern sind auch in Europa top. Am Samstag gibt es den Klassiker zwischen dem europäischen Ranglistenersten und Deutschen Meister RSV Lahn-Dill aus Mittelhessen gegen die Nummer vier des Kontinents aus Sachsen.

Das Topspiel am vorletzten Spieltag der Rollstuhlbasketball-Hauptrunde (19:30 Uhr in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle) ist zugleich ein Jubiläum – zum 50. Mal begegnen sich die beiden Spitzenclubs auf dem Platz. Die bisherige Bilanz: 35 Siege für den RSV Lahn Dill, 14 für den RSC-Rollis Zwickau. Das Hinspiel auf dem Zwickauer Scheffelberg gewann RSV Lahn Dill mit 75:59.

Beide wollen Heimvorteil für Playoffs sichern

Obwohl beide Mannschaften bereits ihre Tickets für die Playoffs, in denen die Meisterschaft entschieden wird, sicher haben, geht es nicht nur um das Prestige – sondern vor allem um die Frage, wer als Nummer eins in die Playoffs startet und damit den wichtigen Heimvorteil in einem möglichen Endspiel für sich in Anspruch nehmen kann.

Der Showdown der beiden besten deutschen Teams ist für den RSV Lahn-Dill der mit Spannung erwartete Auftakt in die heiße Phase der Saison. Mit dem Playoff-Halbfinale und dem Final-Four um den DRS-Pokal im März, der Endspielserie um die nationale Meisterschaft im April und der Entscheidung in der europäischen Königsklasse Anfang Mai gibt es sportliche Höhepunkte quasi am Fließband.

Zwickau ist trotz Umbruchs immer noch stark

Alexander Kharchenkov holte 1974 als Spieler mit der Sowjetunion den Weltmeistertitel

Der derzeitige Tabellenzweite RSC-Rollis Zwickau hat nach einem personellen Umbruch auch in diesem Jahr ein Topteam ins Rennen geschickt, das erneut eine starke Saison spielt. Die zwei Punkte hinter dem RSV rangierenden Zwickauer müssen dabei seit Ende des vergangenen Jahres auf den US-Amerikaner Joe Chambers verzichten. Der 29-jährige Center ist aus privaten Gründen in seine Heimat zurückgekehrt.

Trainer Alexander Kharchenkov, einst mit der Sowjetunion Weltmeister im Fußgänger-Basketball, hat aus dieser Not jedoch eine Tugend gemacht und anderen Spieler mehr Entfaltungsmöglichkeit gegeben. So zum Beispiel dem Tschechen Adam Erben, der seit Chambers’ Abgang 30,5 Punkte pro Spiel erzielt. Dahinter folgen mit dem Polen Marcin Balcerowski (12,1), dem zweiten US-Boy Bryce Doody (12,0), Urgestein Rostislav Pohlmann (10,5) und dem Letten Raimund Beginskis (10,0) gleich vier weitere Spieler im zweistelligen Punktebereich.

Kein verlängerter USA-Aufenthalt

RSV-Trainer Nicolai Zeltinger muss bei dem Duell der Giganten auf Felix Schell verzichten, der mit einer Entzündung im Kniegelenk längerfristig ausfallen wird. Dagegen hatten die beiden US-Amerikaner Michael Paye und Steve Serio den Auftrag, rechtzeitig am Mittwoch von ihrer Nationalmannschaft aus den USA zurückzukehren.

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