Justiz in Niedersachsen benennt 15 neue Ansprechpartner für Inklusion

Sie sollen Gerichte und Staatsanwaltschaften barrierefreier machen und im Umgang mit Menschen mit Behinderungen unterstützen.

Justizstaatssekretärin Stefanie Otte (ganz rechts) und Petra Wontorra (vorne Mitte), Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, mit den frischgebackenen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern für Inklusion. (Foto: Niedersächsiches Justizministerium)

Justizstaatssekretärin Stefanie Otte (ganz rechts) und Petra Wontorra (vorne Mitte), Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, mit den frischgebackenen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern für Inklusion. (Foto: Niedersächsiches Justizministerium)

Am vergangenen Donnerstag überreichte Justizstaatssekretärin Stefanie Otte in Anwesenheit der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen, Petra Wontorra, 15 Justizangehörigen die Bestellungsurkunden als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Inklusion in der niedersächsischen Justiz. Die Aufgabe der neun Frauen und sechs Männer besteht darin, die niedersächsischen Gerichte und Staatsanwaltschaften im Umgang mit Menschen mit Behinderungen zu unterstützen. Ein zentraler Aufgabenbereich ist die Beratung der Behördenleiterinnen und -leiter bei Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit. Als Handreichung für diese Aufgabe übergab Otte den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern für Inklusion den Leitfaden „Bürgernahe Justiz – Auf dem Weg zum barrierefreien Justizgebäude“. Dieser wurde von der Arbeitsgruppe „Barrierefreiheit in Gerichtsgebäuden“ erstellt und enthält konkrete Handlungsempfehlungen.

Justizstaatssekretärin Otte: „Eine bürgernahe Justiz muss auch dem Anspruch an Barrierefreiheit gerecht werden. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Wir werden uns schrittweise in Richtung Ziel bewegen, aber auch stetig. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Inklusion werden dauerhaft den Gerichten und Staatsanwaltschaften beratend auf diesem Weg zur Seite stehen. Dabei wünsche ich ihnen viel Durchhaltevermögen – und viel Erfolg!“

Lob von der Behindertenbeauftragten

Petra Wontorra, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen: „Jemanden ansprechen zu können, der mit Informationen weiterhelfen kann, ist eigentlich immer wünschenswert. Im Bereich der Inklusion, genauer im Prozess der Umsetzung der vollwirksamen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, tauchen viele Fragen auf und es gibt oft zu wenig Wissen oder eher allgemeine Bedenken. Ich freue mich deshalb sehr, dass das Justizministerium mit der Ausbildung und der Bestellung der Anzusprechenden für Inklusion deutlich macht, dass die Umsetzung der Inklusion auf allen Ebenen im Ministerium ein erklärtes Ziel ist.“

Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Inklusion kommen aus allen Bereichen der niedersächsischen Justiz. Sie wurden seit 2014 in zwei Abschnitten geschult und stehen jeweils innerhalb eines Zuständigkeitsbereichs allen Dienststellen der Justiz als Beraterinnen und Berater zur Verfügung.

(RP/PM)

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