Katholische Institutionen starten Aktionsbündnis „Rio bewegt.Uns“

Olympische Spiele und Paralympics sollten nach Ansicht der Initiatoren mehr sein als ausschließlich leistungs- und egebnisorientierte Sportveranstaltungen.

Stephan Jentgens, Geschäftsführer von Adveniat, der DOSB-Vorstandsvorsitzende Michael Vesper und Franz Gulde vom Hilfswerk Miserior stellten das Aktionsbündnis in Köln vor. (Foto: Hanspeter Detmer)

Stephan Jentgens, Geschäftsführer von Adveniat, der DOSB-Vorstandsvorsitzende Michael Vesper und Franz Gulde vom Hilfswerk Miserior stellten das Aktionsbündnis in Köln vor. (Foto: Hanspeter Detmer)

„Das Aktionsbündnis ‚Rio bewegt. Uns‘ nimmt die Olympischen und Paralympischen Spiele zwischen dem 5. August und 18. September 2016 zum Anlass, den Blick auf die Menschen und Lebenssituationen in Rio de Janeiro zu lenken. Denn auch außerhalb der Stadien müssen die Menschen in Rio zu den Gewinnern gehören. Schließlich haben auch die Armen ein Anrecht auf eine gerechte und bessere Zukunft.“

Mit diesen Worten stellten Stephan Jentgens, Geschäftsführer von Adveniat, und Franz Gulde vom Hilfswerk Miserior die Zielsetzung der mehr als 14 katholischen Institutionen vor, die sich zu „Rio bewegt. Uns“ zusammengeschlossen haben. Teilnehmer des Bündnisses sind neben Adveniat und Misereor unter anderem der DJK-Sportverband als Mitgliedsorganisation im DOSB, das Kolpingwerk Deutschland und die Missionszentrale der Franziskaner.

„Nicht auf einer Insel“

Bei der Präsentation des Aktionsbündnisses nur 50 Meter entfernt vom Kölner Dom unterstrich DOSB-Vorstandsvorsitzender Michael Vesper die Bedeutung der Initiative: „Sport findet nicht auf einer gesellschaftlichen Insel statt. Der Sport kann als Katalysator gesellschaftlicher Prozesse wirken. Das IOC mit der Olympischen Agenda 2010 und die Vereinten Nationen haben mit Blick auf die Kraft des Sports, was die Verbesserung gesellschaftlicher Situationen anbetrifft, einen Schulterschluss getroffen. Wir als DOSB unterstützen diese Initiative uneingeschränkt.“

Gulde betonte, dass die Aktion auf einem breiten Fundament stehe. „Unsere zum Aktionsbündnis zusammengeschlossenen Partner haben immerhin mehr als zwei Millionen Mitglieder“, sagte er.

Vermittelt werden soll vor allem jungen Menschen in den sozialen Randlagen in Rio „im Dunstkreis der Olympischen und Paralympischen Spielen die Ausbildung von Werten.“ Dazu gehören Fairness und Leistung, Hoffnung und Nachhaltigkeit sowie vor allem Frieden. Der Startschuss für gezielte Aktivitäten, bei denen auch Spenden gesammelt werden sollen, ist am 6. April 2016 in Hamburg. Bei Solidaritätsläufen, in Wandergruppen, mit dem Fahrrad oder im Rolli sollen Kilometer zurückgelegt werden, bei denen dann Geld gesammelt wird für die Finanzierung nachhaltiger Projekte zugunsten der Armen im Großraum Rio.

(RP/PM)

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