Katwarn auch für Gehörlose geeignet

Während des Münchner Amoklaufs wurde das Smartphone-Warnsystem einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

Blumen, Kerzen und Stofftiere liegen am Olympia-Einkaufszentrum in München, nachdem am Freitagabend ein 18-jähriger Deutsch-Iraner neun andere Menschen und sich selbst getötet hat (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Blumen, Kerzen und Stofftiere liegen am Olympia-Einkaufszentrum in München, nachdem am Freitagabend ein 18-jähriger Deutsch-Iraner neun andere Menschen und sich selbst getötet hat (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Nach dem Amoklauf von München setzt das Saarland künftig bei der Warnung vor Gefahren auch auf das Katwarn-System für Smartphones. Es solle zeitnah eingeführt werden, teilte die Staatskanzlei in Saarbrücken am Montag mit, ohne einen genauen Zeitpunkt zu nennen. Saar Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) betonte, München habe gezeigt, wie wichtig es sei, bei einem Notfall Betroffene in kurzer Zeit zu erreichen. Die bayerische Landeshauptstadt hatte Bürger nach den Schüssen des Amokläufers am Freitagabend zunächst per Katwarn aufgefordert, ihre Wohnungen nicht zu verlassen.

Mit Katwarn können Behörden, Feuerwehren oder Unwetterzentralen die Bevölkerung direkt vor Gefahren wie Unwettern, Bränden, Chemieunfällen, Bombenfunden oder Schießereien warnen. Registrierte Nutzer erhalten per E-Mail, SMS oder mittels einer App Informationen und Verhaltenshinweise. Das für die Nutzer kostenlose System wird von den öffentlichen Versicherern betrieben. Kramp-Karrenbauer sagte, mit Katwarn könnten auch Gehörlose informiert werden, die Warnungen über Sirenen und Radios nicht hören könnten. Zahlreiche Städte und Kreise in Deutschland nutzen das System bereits seit einiger Zeit.

Internet: Liste von Städten und Landkreisen, die Katwarn nutzen

(dpa/lrs)

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