Weltweit mehr Behinderte als angenommen

Aufgeschnappt: Tauchgänge für Behinderte auf Curacao +++ Fehldiagnose MS +++ Wie geht der Bundestag mit Behinderten um? +++ Ganz Berlin muss inklusiv werden


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AUFGESCHNAPPT: Was aktuell sonst noch in der Welt passiert, worüber ROLLINGPLANET nicht selbst oder an dieser Stelle nur kurz berichtet


Weltweit deutlich mehr Behinderte als bisher angenommen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Weltbank haben zum ersten Mal überhaupt einen Bericht zur Lage von Behinderten in unterschiedlichen Ländern veröffentlicht. Die Autoren der Studie, die in New York vorgestellt wurde, haben herausgefunden, dass es weltweit deutlich mehr Behinderte gibt als bisher angenommen: eine Milliarde Menschen, also knapp 15 Prozent der Erdbevölkerung. „Behinderung ist Teil des menschlichen Daseins“, sagte WHO-Direktorin Margaret Chan. „Fast jeder von uns wird in einer Lebensphase dauerhaft oder zeitweise davon betroffen sein.“ Süddeutsche Zeitung

Tauchgänge für behinderte Menschen auf Curacao

„Wenn du an Land atmen kannst, kannst du es auch unter Wasser“: Ob ALS, Querschnittlähmung oder Multiple Sklerose, er hat sie alle ins Wasser gebracht – und auch sicher wieder an Land. Hindernisse gibt es für Hans Plej nicht. Abgesehen von einem Lungenemphysem gibt es für den Tauchlehrer keinen Grund, nicht tauchen zu gehen. Der auf Curacao geborene Inhaber einer Tauchschule ist vor 9 Jahren nach 26 Jahren in den Niederlanden wieder auf die Insel zurückgekehrt. mobilista.eu

Rollatoren und Rollstühle: Bessere Versorgung geplant

Die Krankenkassen sollen Versicherten in Deutschland künftig bessere Rollatoren und Rollstühle erstatten. Bisher müssen Versicherte teils tief in die eigene Tasche greifen, um qualitativ hochwertigere Rollatoren und Rollstühle als das Kassenmodell zu bekommen. Das soll sich nach Angaben des Krankenkassen-Spitzenverbands ändern. Auch die Bundesregierung plane eine Reform im Hilfsmittelbereich. Haufe.de

Fehldiagnose Multiple Sklerose: Warum es auch eine Fibromyalgie sein kann

Eine kürzlich veröffentlichte Studie beschäftigt sich mit der Frage, warum gerade Multiple Sklerose relativ häufig zu Unrecht diagnostiziert wird und welche Krankheiten bei den Betroffenen tatsächlich vorliegen. An der durchgeführte Untersuchung waren 23 Neurologen aus vier MS-Zentren beteiligt. Die Studie ermittelte innerhalb eines Jahres 110 MS-Fehldiagnosen. Zwei Drittel der falsch diagnostizierten Probanden hatten stattdessen eine völlig andere Erkrankung. Allein fünfzehn Prozent litten an einer Fibromyalgie. Arbeitskreis Krankenversicherungen

Wie geht der Bundestag mit Behinderten um?

Volle Teilhabe: Behinderte Menschen sollen umfassend am politischen Leben teilnehmen können. Doch es gibt noch immer viele Barrieren, die sie daran hindern. Die findet man vor allem in den Köpfen nicht-behinderter Mitbürger. Der Tagesspiegel

Fragwürdige Verstrickungen: Pharmalohn für Ärzte

Ende Juni legten 54 Pharmakonzerne erstmals offen, wie viel Geld sie an Ärzte in Deutschland zahlen. Nach einer Auswertung vorliegender Daten gibt es nun erstmals eine Datenbank mit den Namen von mehr als 20.000 Ärzten, die im vergangenen Jahr Geld von der Pharmaindustrie erhalten haben. Internetnutzer können dort nun Ärzte nach Namen, Ort und Postleitzahl suchen.Spiegel Online

Gesetzliche Krankenversicherungen planen höhere Beiträge

Auf die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherungen kommen deutlich höhere Beiträge zu. Der Spitzenverband der Krankenkassen prognostiziert für 2017 einen Anstieg des durchschnittlichen Zusatzbeitrags um bis zu 0,3 Prozent. Dadurch steige der Zusatzbeitrag auf rund 1,4 Prozent des Einkommens. Bei einem Bruttoeinkommen von 2.000 Euro monatlich würden so 6 Euro zusätzlich anfallen. GKV Spitzenverband

Arbeitslose Behinderte: Zahlen in Westfalen-Lippe leicht rückläufig

Die Arbeitslosenzahl von Menschen mit Behinderung ist im Juni in Westfalen-Lippe nur leicht zurückgegangen. Das zeigt der jüngste Bericht des zuständigen Landschaftsverbandes. Danach waren Ende Juni 21.783 Menschen mit Behinderung in Westfalen-Lippe ohne Arbeit (13.243 Männer und 8.540 Frauen). Das sind 105 weniger als im Juni, gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl um 638 gesunken. WAZ

LVR: 124 Millionen für Behinderte im Kreis Mettmann

Gutes Geschäft für den Kreis Mettmann: Der hat im Haushaltsjahr 2015 eine Umlage in Höhe von 173,6 Millionen Euro an den Landschaftsverband Rheinland (LVR) gezahlt. Im gleichen Zeitraum flossen Leistungen in Höhe von 188 Millionen Euro in den Kreis zurück. Allein rund 124 Millionen Euro davon kommen Menschen mit Behinderung im Kreis Mettmann zugute: als Sozialhilfeleistungen, als Leistungen für die Förderschulen, die Kriegsopferfürsorge und als Hilfen für schwerbehinderte Menschen im Beruf. RP Online

„Ganz Berlin muss inklusiv werden“

Die frühere Bildungssenatorin Sybille Volkholz leitete in Berlin vier Jahre lang den Beirat zur Inklusiven Schule. In einem Interview zieht sie nun Bilanz. Der Tagesspiegel

Kaum Inklusion am Arbeitsmarkt

Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert die Bundesregierung auf, den allgemeinen Arbeitsmarkt für behinderte Menschen zugänglicher zu machen und über die Zukunft der Werkstätten offen zu diskutieren. BZ-Jobs

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