""

Keinen Bock auf Job: Mann schneidet sich linken Fuß ab

Wer könnte das nicht verstehen? Willkommen im Club: Möglicherweise hat ROLLINGPLANET ab heute einen neuen User mehr (falls er es überlebt und er nicht zu faul zum Lesen ist).

Kappsäge

Prima Gerät, so eine Kappsäge. ROLLINGPLANET hat für alle Do-it-yourself-Interessenten nachgeschaut: Um die 110 Euro kostet so ein Schnippschnappdasbeinistab-Werkzeug.

In Österreich hat sich ein 56-Jähriger Mann am Montag in Mitterlabill (Bezirk Feldbach) mit einer Säge den linken Fuß abgeschnitten, weil er vom Arbeitsmarktservice (AMS) – vergleichbar mit unserer Agentur für Arbeit – nicht als arbeitstauglich eingestuft werden wollte. Den Fuß warf er in einen Ofen. Der Mann schwebt in Lebensgefahr.

Wie der ORF berichtet, hätte der arbeitslose Mann am Montagvormittag einen Termin für eine medizinische Untersuchung gehabt – bei der er vermutlich als arbeitstauglich eingestuft worden wäre. Das wollte der Mann aber nicht. Um den Termin zu umgehen, entschied er sich für die, wie ROLLINGPLANET findet, einzig richtige Maßnahme, und schritt zur Do-it-yourself-Tat.

Säge oberhalb des Knöchels angesetzt

Gegen 6.00 Uhr präparierte er im Heizraum seines Hauses eine sogenannte Kappsäge – eine elektrisch betriebene Säge mit rotierendem Sägeblatt, die oft zum Schneiden von Holzstücken verwendet wird. Diese stellte er auf zwei Stühle. Er befestigte den Schalter mit einem Kabelbinder und entfernte die Schutzvorrichtung. Laut Polizei muss er dann im Stehen sein linkes Bein gegen das rotierende Sägeblatt gehalten haben. Knapp oberhalb des Knöchels setzte er das Sägeblatt an und schnitt sich den linken Fuß ab.

Auf Nummer Sicher

Um sicherzugehen, dass das Bein auch nicht mehr angenäht werden kann, warf er den Fuß in einen Ofen. Dann schleppte er sich in die Garage und wählte den Notruf – laut Polizei muss der Mann dabei unglaubliche Schmerzen gehabt haben, denn er habe kaum verständliche Laute von sich gegeben.

Aufgrund des hohen Blutverlusts schwebte der Mann beim Eintreffen des Rettungshubschraubers in akuter Lebensgefahr – er wurde sofort auf die Chirurgie des Grazer LKH gebracht und notoperiert. Laut Auskunft der Ärzte liegt er in künstlichem Tiefschlaf, die Lebensgefahr sei noch nicht gebannt.

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

5 Kommentare

  • Kapeller Nicole

    Dieser (Gehirn)- amputierte Herr soll sämtliche Kosten die für Operationen, Reha und etc. anfallen selber zahlen. Wie kommt ein ehrlicher arbeitender Steuerzahler dazu für diesen Unsinn (der sicherlich für den Betroffenen sehr schmerzhaft war/ist)aufzukommen!!!

    26. März 2012 at 14:23
  • christian k.

    ich finde man sollte eher nachdenken bevor man unnötig komentiert. gesellschaftlich etwas umdenken und die kompetenz des ams in frage stellen. es gab sicher vorzeichen und die hätte sein betreuer/inn sehen MÜSSSEN. nicht jeder ist arbeitsfähig auch wenns so ausieht. ich bin selbstständig und ich arbeite gerne, erwarte das aber nicht von jedem.
    dem vorredner/schreiber spreche ich mein beileid für sein defizit aus.

    26. März 2012 at 19:55
  • Claudia starx

    Ich gebe der Frau Kapeller absolut recht.
    @christian k
    AMS Betreuer haben keine psychologische Ausbildug. Wie stellen Sie sich das vor?

    26. März 2012 at 20:43
  • christian k.

    ich brauche keine psychologische ausbildung um zu sehen wenns jemanden schlecht geht. aber immerwieder bestättigen menschen wie ihr wie seicht und ignorant eure denkensweise ist. wegschauen und dann schlechtreden scheint die devise.
    reaktiv statt aktiv!!!

    27. März 2012 at 06:43
  • christian k.

    ich seh das halt so.
    in 35 jahren arbeitspraxis, lehrberuf, leitent und selbständig hab ich 3 arbeitstypen kennengelernt.
    den fleissigen, den der so tut als ob, und den faulen der das zeigt und zugibt. 1er u. 3er waren mir immer die liebsten.

    27. März 2012 at 06:54

KOMMENTAR SCHREIBEN