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Kirchenparlament berät über christliches Familienbild und Inklusion

„Voll dabei“ ist das erklärte Ziel der evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Pfarrer Reiner Schmidt wird ein Referat halten (Foto: schwerte-dabei.de)

Pfarrer Reiner Schmidt wird ein Referat halten (Foto: schwerte-dabei.de)

Die Synode der evangelischen Landeskirche in Württemberg beschäftigt sich bei ihrer Sommertagung, die von heute bis Samstag stattfindet, unter anderem mit dem Familienbild der Kirche. Bischof Frank Otfried July hatte seiner eigenen Kirche vorgeworfen, die Familie nicht mehr ausreichend wertzuschätzen.

Seine Kritik richtet sich gegen ein Positionspapier, mit dem die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) Mitte Juni ihr Familienbild neu ausgerichtet hatte.

Die Synode, also das Kirchenparlament, wird voraussichtlich in einer aktuellen Stunde darüber beraten, ob eine Anerkennung von homosexuellen Paaren und Patchworkfamilien die traditionelle Familie entwertet. Ein weiteres großes Thema ist die Inklusion von behinderten Christen in den Gemeinden.

„Voll dabei – Auf dem Weg zur inklusiven Gemeinde“

Dieser Bereich soll am Freitag unter dem Motto „Voll dabei – Auf dem Weg zur inklusiven Gemeinde“ besprochen werden. Die Diskussion wird Präsidentin Dr. Christel Hausding eröffnen.

Landesbischof Dr. h.c. Frank O. July hält einen Vortrag mit dem Titel „…alle zu einem Leib getauft“. Pfarrer Rainer Schmidt aus Bonn – Paralympics-Sieger im Tischtennis – ist mit dem Referat „Da kann ja jeder kommen!“ vorgesehen. Anschließend will die Synagoge dann auch einen offiziellen Beschluss zum Thema Inklusion fassen.

Reiner Schmidt über seine Behinderung

Ich wurde ohne Unterarme und mit einem verkürzten rechten Oberschenkel geboren. Für meine Eltern war meine Behinderung ein Schock. Eine pränatale Diagnostik, die sie hätte vorbereiten, bzw. verunsichern können, gab es noch nicht. Das anfängliche Gefühl der Scham wich durch den alltäglichen Umgang mit mir. Ich selbst war mir meiner Behinderung kaum bewusst. Meine Spielkameraden kannten mich von klein auf und die Erwachsenen nahmen es wie es war. So lernte ich einen guten Umgang mit dieser Grenze.

Beispiele für inklusive Projekte in Kirchengemeinden der Diakonie Württemberg (PDF)

(RP/dpa)


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