KlangKörper: Brücken bauen mit Musik und Tanz

Die Bremerin Corinna Bruggaier wurde für ihr inklusives und generationsübergreifendes Tanz- und Musiktheaterprojekt mit dem EMOTION.Award auszeichnet.

Das Tanz-und Musikprojekt "KlangKörrper" hatte am 8. März 2012 in Bremen Premiere. Die Choreografie wurde zu Orchestersuiten von Johann-Sebastian Bach vermischt mit Intermezzi des zeitgenoessischen Komponisten Karsten Gundermann.  (Foto: Jörg Sarbach)

Das Tanz-und Musikprojekt „KlangKörrper“ hatte am 8. März 2012 in Bremen Premiere (Foto: Jörg Sarbach)

200_getlivedocDie Bremerin Corinna Bruggaier (39, Foto rechts) ist eine von vier Preisträgerinnen, die dieses Jahr den EMOTION.Award (Schirmherrin: Sabine Christiansen) für starke Frauen erhalten haben. Vergeben wird er von der Zeitschrift „Emotion“.

Bruggaier überzeugte die Jury in der Kategorie „Kind und Karriere“. Die Kulturmanagerin und dreifache Mutter gründete das Projekt „KlangKörper“, ein inklusives und generationsübergreifendes Tanztheater für Schüler, Senioren und Menschen mit Behinderung (die kommen von der Tanzgruppe Lebenshilfe Sulingen).

Jung und alt, mit und ohne Behinderung

„Brücken bauen mit Musik und Tanz“ war das erklärte Ziel von Bruggaier, als sie im Oktober 2011 mit diesem Konzept startete:

„130 Menschen tanzen – Landfrauen, Grundschüler und GymnasiastInnen, Menschen mit Behinderung, Hauptschüler und Förderschüler. Sie alle gestalten mit bei diesem großangelegten Kunstprojekt, generationsübergreifend und inklusive. Gemeinsam beschäftigen sie sich mit künstlerischen Mitteln und bauen, wie nebenbei, Vorbehalte ab und Verständnis auf. Musik und Tanz dienen bei KlangKörper auch als kulturelle Vehikel, um Menschen mit unterschiedlichen Lebensverhältnissen in Kontakt zu bringen. Menschen zwischen 8 und 78 Jahren, die sich in unserer heutigen Gesellschaft kaum noch im Alltag durchmischen.“

Als Partner hatte man seinerzeit das Weltklasse-Orchester „Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen“ gewonnen.

Proben unter anderem mit Teilnehmern der Lebenshilfe Sulingen (Foto: Jörg Sarbach)

Proben unter anderem mit Teilnehmern der Lebenshilfe Sulingen (Foto: Jörg Sarbach)

„Sie sind jung und alt, sie kommen aus Stadt und Land, es sind Menschen mit und ohne Behinderung, mit und ohne Förderbedarf, Profis und Laien. Es gibt kein denkbares Ausschlusskriterium: Menschen im Rollstuhl können von anderen Teilnehmern geschoben werden etcetera. Barrierefreiheit versteht sich von selbst. Und auch Gehörlose können ihren Bezug zum Erleben von Musik mit einbringen. Kunst und Bewegung ist für uns ein hervorragend geeignetes Mittel, um Inklusion zu leben“, sagt Bruggaier.

Weitere Preisträgerinnen

Ebenfalls mit dem EMOTION.Award ausgezeichnet: In der Kategorie „Frauen in Führung“ Maria Marquardt (47), die 2001 eine Überseespedition gründete und zudem ein Hilfsprojekt in Kamerun ins Leben rief.

Wera Röttgering aus Münster siegte in der Kategorie „Neue Werte“. Ehrenamtlich führt die 66-Jährige seit über 20 Jahren den bundesweit aktiven Verein „Herzenswünsche e. V.“, der jährlich bis zu 600 Wünsche schwer kranker Kinder und Jugendliche erfüllt.

Ein Sonderpreis für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge ging an Anita Freitag-Meyer. Die 43-Jährige übernahm 2006 die international erfolgreiche Keks- und Waffelfabrik „Hans Freitag“ von ihrem Vater.

Die Ehrungen erfolgten am Donnerstagabend im Rahmen einer Gala in Hamburg.

(PM)

Kultur & Medien
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