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Kommunikations-Profis diskutieren: Wie kann Behindertensport populärer gemacht werden?

Gute Frage. Aber überraschende Antworten gab es nicht beim zehnten Medienforum des Deutsch-Russischen Forums.

Am Vortragstisch verschwinden in der Dunkelheit: Gregor Doepke, Kommunikationsleiter der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegel, Thomas Rugo, Herausgeber der Paralympics Zeitung (Foto: panta rhei)

Am Vortragstisch verschwinden in der Dunkelheit: Gregor Doepke, Kommunikationsleiter der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegel, Thomas Rugo, Herausgeber der Paralympics Zeitung (Foto: panta rhei)

Die Paralympics waren unter anderem Thema des zehnten Medienworkshops des Deutsch-Russischen Forums e.V., das vom 23.- 27. Oktober 2013 in Kaliningrad, dem früheren Königsberg, stattfand.

Rund 20 junge deutsche und russische Journalisten trafen sich, um über das Thema Sport und Medien zu diskutieren. Zentrale Themen waren die drei großen Sportereignisse der nächsten Zeit: die Olympischen und Paralympischen Spiele in Sotschi sowie die Fußball-Weltmeisterschaft 2018.

Den Thementag zu den Paralympics gestaltete die Paralympics Zeitung. Teilnehmer an den Diskussionen und Workshops waren: Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegel, ZDF-Redaktionsleiter Paralympics Peter Kaadtmann, Dr. Christoph Bertling, Sporthochschule Köln, Andrej Strokin, Vize-Präsident des Russischen Paralympischen Komitees, Gregor Doepke, Kommunikationsleiter der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung sowie Alexander Zolotarev von der Lomonossov Universität Moskau.

Gregor Doepke, Kommunikationsleiter der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Peter Kaadtmann, ZDF-Redaktionsleiter Paralympics, Andrej Strokin, Vize-Präsident des Russischen Paralympischen Komitees (Foto: panta rhei)

Gregor Doepke, Kommunikationsleiter der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Peter Kaadtmann, ZDF-Redaktionsleiter Paralympics, Andrej Strokin, Vize-Präsident des Russischen Paralympischen Komitees (Foto: panta rhei)

Auf allen Kanälen

Zentrales Thema des Tages war die Frage, wie der Behindertensport populär gemacht werden kann. Diskutiert und analysiert wurden die Darstellungsformen des Behindertensports in allen Medienkanälen: Printmedien, TV ebenso wie Online-Kanäle und besonders Social Media.

Die abschließende Podiumsdiskussion stellte die Frage: Können die Medien durch die Berichterstattung über die Paralympics Sotschi 2014 das gesellschaftliche Klima zugunsten von Menschen mit Behinderung in Russland verändern?

Alle Teilnehmer des Medienforums waren sich einig, dass die Berichterstattung über das größte Event im Behindertensport sich, besonders im Gastgeberland, positiv auf die Wahrnehmung der Menschen mit Behinderung auswirken kann.

Die jungen Journalisten erhielten die Gelegenheit, sich bei dem Workshop mit Fachleuten aus den Bereichen Sport, Medien, Sportjournalismus und PR auszutauschen und darüber zu diskutieren, wie man die Berichterstattung im Bereich Behindertensport attraktiver gestalten kann, um das gesellschaftliche Interesse in beiden Ländern auf das Thema zu lenken.

(PM)

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2 Kommentare

  • Tomasios

    Eumme Frage, aber warum sollte Behindertensport populär sein? Formel 1 und Tennis interessieren auch keinen, wenn kein Deutscher vorne dabei ist. Der Rest läuft auf Spartenkanälen, deren Einschaltquoten im Promillebereich liegen. Okay, ich kann verstehen, dass man den Medallienzirkus, Sponsorenverträge und den ganzen Quatsch haben will, aber dann muss man entweder Spitze sein oder prollig. Man wird nicht berühmt, nur weil man behindert ist.

    29. Oktober 2013 at 17:57
  • Heidi

    Sicher, man wird nicht berühmt nur weil man behindert ist, aber nur durch solche Medienberichte wird Behindertensport für die Sportvereine interessanter. Es gibt immer noch viel zu wenig Sportmöglichkeiten für Behinderte. Vor allem für Rollszuhlsportler ist es vielerorts schier unmöglich einen Sportverein zu finden. Das betrifft nicht nur kleine Städte in ländlichen Regionen, sondern auch Großstädte und Landeshauptstädte mit mehr als 500 000 Einwohnern. Dabei muß es nicht immer Rollstuhlbasketball sein. Das liegt nicht jedem und man braucht immer gleich eine ganze Mannschaft Rollstuhlsportler. Die muß man aber erst einmal finden. Sport als Inklusion in bestehenden Vereinen wäre in viel mehr Sportarten für viel weniger Rollstuhlfahrer pro Verein möglich. Doch ohne eine bessere Berichterstattung über diverse Behindertensportarten wird sich kaum ein Sportverein mit behinderten Sportlern abgeben wollen.

    29. Oktober 2013 at 19:54

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