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Kompetenzzentrum für Gebärdensprache und Gestik an der RWTH eröffnet

Das Angebot reicht von HD-Videokonferenzlösungen bis zum Existenzgründerkolleg.

Hauptgebäude der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen (Foto: RWTH)

Hauptgebäude der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen (Foto: RWTH)

Die Gruppe besteht aus hörenden und gehörlosen Mitarbeitern. Als gehörlos werden hier Menschen mit einer Hörbehinderung bezeichnet, die in ihrer Kommunikation Gebärdensprache verwenden. Bereits Ende 2013 hat sich das Team mit den Kollegen der Gestenforschung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule RWTH (HumTec, Prof. Dr. Irene Mittelberg) zu dem Kompetenzzentrum SignGes (Sign Language and Gesture) in Aachen zusammengeschlossen, nun wurde die Einrichtung in Nordrhein-Westfalen offiziell eröffnet.

Die Lehre des Kompetenzzentrums stützt sich auf die Kombination von anwendungsorientierter Forschung und Grundlagenforschung zu Gebärdensprache, Gestik und übergreifenden Aspekten von Diversity. Schwerpunkte sind Gebärdensprache und Gehörlosenkultur, barrierefreie Kommunikation, Bildung und Didaktik, Berufliche Rehabilitation und Medienkompetenz, Sprachwissenschaft und kognitive Semiotik und Redebegleitende Gestik.

HD-Videokonferenzlösung

SignGes verfügt laut Pressemitteilung über eine hervorragende HD-Videokonferenzlösung für ortsunabhängige Meetings, die via Smartboard auch in Gebärdensprache abgehalten werden können, und über ein professionelles Videostudio mit einem 270-Grad-Greenscreen. Mit Hilfe von Teleprompter und drei Kameras können Videoproduktionen aus drei Perspektiven aufgezeichnet werden. Sie werden danach im Schnittstudio weiter bearbeitet und mit Untertiteln versehen. Die Abteilung Gestikforschung des SignGes-Teams kann zudem auf ein Videolabor mit Motioncapturesystem des Projekthauses HumTec zugreifen. Mit bis zu 16 Kameras werden redebegleitende Gesten in ihrem zeitlichen und räumlichen Verlauf erfasst und analysiert.

Das Kompetenzzentrum bietet verschiedene anwendungsorientierte, wissenschaftliche Projekte. Dazu gehören „DeafExist“, ein Existenzgründerkolleg, und „AGL“, eine Ausbildung zum Gebärdensprachlehrer in Nordrhein-Westfalen. Auf dem Gebiet der empirischen Multimodalitätsforschung werden kommunikative Interaktionssituationen mithilfe multipler Aufnahmetechniken untersucht.

(PM)

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