Konkurrenz kann jubeln: Steve Serio verlässt RSV Lahn-Dill

Der 28-jährige Weltklasse-Rollstuhlbasketballer geht zurück in seine Heimat.

Künftig in getrennten Vereinen, aber nach wie vor gemeinsam in der US-amerikanischen Nationalmannschaft: Michael Paye muss sich von Steve Serio (r.) verabschieden. (Foto: Armin Diekmann)

Künftig in getrennten Vereinen, aber nach wie vor gemeinsam in der US-amerikanischen Nationalmannschaft: Michael Paye muss sich von Steve Serio (r.) verabschieden. (Foto: Armin Diekmann)

So lange Steve Serio, Michael Paye und Thomas Böhme gemeinsam für den RSV Lahn-Dill antreten, werden die Hessen garantiert jedes Jahr Meister – so lautet die weit verbreitete Einschätzung zur Lage des deutschen Rollstuhlbasketballs.

Nun hat die Konkurrenz allen Grund zur Freude, denn aus dem Trio wird ein Duo – was allerdings auch für alle Bundesliga-Fans ein Verlust ist: Die Hessen müssen sich Ende Mai von ihrem Weltklassespieler Steve Serio verabschieden. Der 28-jährige US-Amerikaner geht nach vier Jahren im Trikot der Mittelhessen zurück in seine Heimat. Nach je vier Meisterschaften und Pokalsiegen auf nationaler Ebene sowie den Champions-League-Triumphen 2012 und 2015 verlässt der Nationalspieler mit mindestens zehn Titeln den zwölfmaligen Meister RSV-Lahn-Dill (die Wettbewerbssiege im deutschen Ligabetrieb und in der Champions League könnten noch hinzukommen).

Nachfolger wird bereits gesucht

Ausschlaggebend für den Abschied ist laut Angaben des Vereins der Wunsch des New Yorkers, in seine Heimat zurückzukehren. „Wir sind natürlich traurig und werden Steve sportlich, aber noch viel mehr menschlich vermissen. Doch natürlich können wir seinen Wunsch, wieder näher bei seiner Familie, seinen Freunden und seinen Wurzeln zu sein, nachvollziehen“, so RSV-Manager Andreas Joneck.

Steve Serio kam im Sommer 2011 für eine Saison von der University of Illinois nach Wetzlar, um nach einem Jahr Pause 2013 für drei Jahre in Folge zurückzukehren. „Steve ist wahrscheinlich der weltbeste Spieler seiner Klassifizierungsklasse 3,5“, so RSV-Trainer Nicolai Zeltinger. „Ihn zu ersetzen wird nicht einfach. Natürlich sind wir bereits am sondieren geeigneter Kandidaten, aber solche Vorbildprofis und Teamplayer wie Steve gibt es leider nicht wie Sand am Meer.“

(RP/aj)

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