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Krankenkassen zahlen nicht logopädische Behandlung von Demenzkranken

Aber es gibt Tricks, wie man sie trotzdem dazu bringt, die Rechnung zu übernehmen.

Vorsitzende Christiane Hoffschildt (Foto: privat)

Logopädische Behandlungsmethoden bei Demenzkranken werden von den Krankenkassen nicht anerkannt. Die Betroffenen kämen immer häufiger zu Logopäden (Stimm- und Sprachheilkundler), diese könnten die Behandlungen aber nicht korrekt mit den Kassen abrechnen.

Dies beklagte die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (DBL), Christiane Hoffschildt, vor dem DBL-Jahreskongress gestern in Nürnberg. Um demente Patienten nicht abweisen zu müssen, seien viele Kollegen zu Tricks gezwungen.

“Wortfindungsstörung“ und „Aphasie“

So tarnten einige Logopäden die festgestellte Demenz gegenüber den Kassen als „Wortfindungsstörung“ oder „Aphasie (Sprachstörung) aufgrund eines Hirnabbauprozesses“, erläuterte der Leiter der DBL-Projektgruppe Demenz, Thomas Brauer. Solche Behandlungen würden die Kassen anstandslos anerkennen. Demenzkranke könnten vor allem am Anfang der Erkrankung von Wortfindungsübungen und Übungen zum Sprachverständnis profitieren.

(dpa/tmn)


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