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Kremlkritiker Michail Beketow gestorben

Der Journalist wurde in den Rollstuhl geprügelt.

Michail Beketow wurde zum Invaliden geschlagen (Foto: Kawa)

Michail Beketow wurde zum Invaliden geschlagen (Foto: Kawa)

Der kremlkritische Journalist Michail Beketow, der wegen seines Einsatzes gegen einen Autobahnbau im November 2008 zum Invaliden geprügelt worden war, ist an den Folgen eines Herzschlags gestorben. Das teilte der Anwalt des 55-Jährigen am Montag der Agentur Interfax zufolge in Moskau mit.

Menschenrechtler würdigten den langjährigen Chef der Zeitung „Chimkinskaja Prawda“ als mutigen Journalisten. Er saß seit dem Überfall eines bis heute unbekannten Täters im Rollstuhl. Beketow musste sich acht chirurgischen Eingriffen unterziehen, bei denen ihm ein Unterschenkel und mehrere Finger abgenommen wurden. Er konnte seit dem Angriff nicht mehr gehen und wegen eines Hirnschadens auch nicht mehr sprechen.

Die Attacke hatte landesweit für Entsetzen gesorgt. In Russland werden couragierte Reporter immer wieder Opfer von Gewalt.

(RP/dpa)

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