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Kroschke Stiftung für Kinder verleiht Förderpreise

10.000 Euro für Projekt „Fuge“ aus Bremen. Ausgezeichnet wurden auch die Vereine „Anderes Sehen“ und „Große Hilfe für kleine Helden“.

Preisträger und Stifter bei der Verleihung des Förderpreises „Beispielhafte Hilfe für kranke Kinder“ in der Braunschweiger St. Martini Kirche. (Foto: obs/Kroschke Stifung für Kinder)

Das Projekt „Fuge“, Familienassistenz in Familien mit chronisch kranken Kindern, der Kinder- und Jugendhilfe Bremen hat in Braunschweig den mit 10.000 Euro dotierten Förderpreis „Beispielhafte Hilfe für kranke Kinder“ bekommen. Die Kroschke Stiftung für Kinder hat diesen Preis zum neunten Mal verliehen. Zwei Anerkennungspreise in Höhe von je 2.500 Euro gehen an den Verein „Anderes Sehen“ aus Berlin und an den Verein „Große Hilfe für kleine Helden“ aus Heilbronn. Um den Förderpreis, der alle zwei Jahre verliehen wird, hatten sich 65 Einrichtungen aus ganz Deutschland beworben. Die Stiftung zeichnet mit dem Preis Initiativen aus, die sich ehrenamtlich für die Gesundheit von Kindern einsetzen.

Beim preisgekrönten Projekt „Fuge“ (www.afj-jugendhilfe.de) unterstützen ausgebildete, ehrenamtliche Helfer Familien mit chronisch kranken Kindern bei der Umsetzung der medikamentösen Therapie und bei der Bewältigung des Alltags. Die Familienassistenten entlasten durch ihre Hilfe die Eltern, sind für die Kinder da, indem sie sie beispielsweise bei den Hausaufgaben unterstützen, bei Klassenfahrten und Freizeiten dabei sind, den Blutzucker messen oder mit ihnen nach einem passenden Sportangebot suchen. Auch die Begleitung zum Arzt oder zu Behörden ist möglich.

Krankheit als möglicher Sprengstoff für die Familie

Dr. Dagmar Brandi vom Hamburger Verein „Von Anfang an“ erklärte in ihrer Laudatio, dass die chronische Erkrankung eines Kindes eine immense Gefahr für das Familienklima bedeuten könne. „Die Sprengkraft der Krankheit kann dazu führen, dass Familien aus den Fugen geraten“, sagte Brandi. Anliegen des Projekts Fuge sei der positive Blick auf die wachsende Fähigkeit, gemeinsam schwere Wege zu meistern. Durch das Projekt erhielten die Familien unkomplizierte Hilfe, so dass sie auch mit chronisch kranken Kindern ein möglichst normales Alltagsleben bewältigen können.

Einen der beiden Anerkennungspreise bekommt der Verein „Große Hilfe für kleine Helden“ (www.grosse-hilfe.de) aus Heilbronn. Er hat gemeinsam mit der Hochschule Heilbronn das sogenannte „Virtuelle Klassenzimmer“ entwickelt. Es ermöglicht chronisch kranken Kindern vom Krankenhaus aus am Unterricht teilzunehmen und den Kontakt zu den Klassenkameraden aufrechtzuerhalten. Dadurch wissen die Kinder, was in der Klasse passiert und dass sie weiterhin dazugehören, hat eine Schulleiterin festgestellt. Charakteristisch für das Heilbronner System sind eine einfache Handhabung und eine robuste bezahlbare Technik.

“Anderes Sehen“ fördert blinde Kinder

Mit dem zweiten Anerkennungspreis wird der Verein „Anderes Sehen“ (www.anderes-sehen.de) aus Berlin ausgezeichnet, der sich besonders für die Frühförderung blinder Kinder einsetzt, um ihnen ein möglichst normales und selbstbestimmtes Leben in einer sehenden Welt zu ermöglichen. Der Verein fördert bei blinden Kindern den Einsatz des Blindenstockes und die Klicksonar-Methode. Bei dieser Methode orientieren sich blinde Menschen in ihrer Umgebung mit dem Schnalzen der Zunge und dem so entstehenden Echo. Nach Einschätzung von Prof. Michael Brambring, einem führenden Blindenpädagogen Deutschlands, setzt der Verein „einen neuen Meilenstein in der Frühförderung blinder Kinder“.

Das ist die Kroschke Stiftung

Die gemeinnützige Kroschke Stiftung (www.kinderstiftung.de) wurde von den Unternehmern Klaus Kroschke (Braunschweig) und Christoph Kroschke (Ahrensburg) gegründet und fördert Projekte in Norddeutschland, die der Gesundheit von Kindern zugute kommen. Ihre Schwerpunkte sind: Hilfen für chronisch kranke und behinderte Kinder, die das Ziel haben, die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern, und Projekte mit präventivem Charakter, deren Ziel es ist, die Gesundheit von Kindern zu erhalten bzw. eine Krankheit zu verhindern.

(ots)

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