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„Krüppelgate“: Beleidigte Helene Fischer einen behinderten Rentner?

Aussage gegen Aussage: Ein aufsehenerregender Streit um ein Konzert der „Atemlos“-Sängerin geht in die nächste Runde.

Helene Fischer im November in Berlin bei der Verleihung des Medienpreises Bambi (Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Helene Fischer im November in Berlin bei der Verleihung des Medienpreises Bambi (Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Der Streit zwischen der Schlagersängerin Helene Fischer (30) und einem kranken Rentner um eine angebliche Beleidigung geht in die nächste Runde. Bei einem Gerichtstermin im österreichischen Mattersburg ist es am Montag nicht zu einem vom Richter angeregten Vergleich gekommen. Jetzt will der Richter den Schlagerstar bei einer Videokonferenz zu den Vorwürfen befragen. Ein möglicher Termin dafür blieb zunächst jedoch unklar.

Der 63 Jahre alte Rentner Heimo Eitel, der wie beispielsweise Stephen Hawking Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) hat, behauptet, Fischer habe ihn und andere am Rande eines Konzerts im burgenländischen Mörbisch am 15. Juli 2014 mit abfälligen Bemerkungen diskriminiert. Deshalb möchte er unter anderem wegen Verschlechterung seines Gesundheitszustands insgesamt 11.600 Euro. Fischer bestreitet, dass es überhaupt eine Begegnung gegeben habe.

Erhebt schwere Vorwürfe: Heimo Eitel (Foto: Robert Jäger/dpa)

Erhebt schwere Vorwürfe: Heimo Eitel (Foto: Robert Jäger/dpa)

Frei erfunden oder eiskalt?

Die Sache sei „frei erfunden“, erklärte der Anwalt der Sängerin, Alexander Wanke. Fischer habe in ihrem ganzen Leben noch nie die vom Kläger behaupteten Schimpfwörter „Pöbel“ und „Krüppel“ benutzt. Ein Vergleich scheide aus, weil so seine Mandantin etwaigen Nachahmern, die sie unter Druck setzen möchten, Tür und Tor öffnen würde.

Eitel bezeichnete das Verhalten von Fischer als „eiskalt“. Er wäre ja schon mit einem kurzen Treffen und einer Entschuldigung zufrieden gewesen, sagte er, und würde die Klage fallen lassen. Der ehemalige Elektrotechniker erklärte, er würde etwaige Schmerzensgeldzahlungen für Behindertenarbeit spenden (dem Österreichischen Zivil-Invalidenverband).

(dpa)

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5 Kommentare

  • Manfred Schwarz

    Atemberaubend! :-p

    9. März 2015 at 18:40
  • Peter Busse

    War mir schon klar, dass die Dame ne ziemliche Kuh ist

    9. März 2015 at 18:53
  • Karola Fleißer

    Sie ist ja bekannt dafür! Hoffentlich passiert ihr nie was damit sie Hilfe braucht!

    10. März 2015 at 09:43
  • DaniB

    Kann mir schwerlich vorstellen, dass Fr. Fischer eine solche Äußerung einfach so tätigt… Wenn, dann ist das natürlich unter aller Sau, aber es steht nun einmal Aussage gegen Aussage.

    10. März 2015 at 23:43
  • Andreas Lindlar

    Hat hier auch mal einer darüber nachgedacht das es bis jetzt nur eine Aussage ohne Beweis gibt. Warum sollte die Dame das den gesagt haben. Ja ich mag die Frau auch nicht, aber kann es nicht sein das er da etwas missverstanden hat. Ich bin selber schwerbehindert und erwarte bei so einer Behauptung klare Beweise.

    11. März 2015 at 18:30

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