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Kulturevent „Bipolar Roadshow“ rückt bipolare Störungen in den Fokus

Künstler machen am 30. März in Frankfurt auf sich aufmerksam. Rund ein Prozent der Bevölkerung leidet an der psychischen Erkrankung.

Logo der „Bipolar Roadshow“

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Mit einem Musik- und Literaturevent wollen betroffene Künstler in Frankfurt auf bipolare Störungen aufmerksam machen. Bei dem Event „Bipolar Roadshow“ in Frankfurt am 30. März, dem Weltbipolartag, sind der Musiker Martin Kolbe, Rapper Flowin Immo und Schriftsteller Sebastian Schlösser mit dabei. Tickets kosten zehn Euro und können unter www.dgbs.de vorbestellt werden.

„Das soll kein schwerer Abend sein“,

sagte Kolbe am Montag in Frankfurt. Es gehe um Unterhaltung, aber auch Aufklärung über die Erkrankung. Der Musiker ist im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen.

Der Direkter der Klinik für Psychatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Uni-Klinikums Frankfurt, Andreas Reif, schätzte, dass rund ein Prozent der Bevölkerung an der psychischen Erkrankung leidet. Allein im Rhein-Main-Gebiet seien es Zehntausende.

Von Ernest Hemingway bis van Gogh

Bipolare Störungen verlaufen in depressiven und manischen Phasen. In ersteren sind Betroffene gedrückt, sehen keine Perspektive. In letzteren sind sie Reif zufolge voller Energie und können leichtsinnig werden.

Die meisten Menschen erkrankten im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Es gebe einen statistischen Zusammenhang zwischen der häufig genetisch bedingten Krankheit und Kreativität. Musiker Kurt Cobain, Autor Ernest Hemingway und Maler Vincent van Gogh seien prominente Beispiele von Erkrankten. Viele bipolare Störungen blieben lange unerkannt, die Suizidrate unter Betroffenen sei so hoch wie bei keiner anderen psychischen Erkrankung.

Webseiten:
Bipolar Roadshow
Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen

(dpa/lhe)

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