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Kundgebung zu 20 Jahre Benachteiligungsverbot für behinderte Menschen

Behindertenverbände erinnern am 30. Juni in Berlin an den Artikel 3 des Grundgesetzes.

Das Jakob-Kaiser-Haus ist ein Gebäudekomplex im Berliner Ortsteil Mitte und bildet das größte deutsche Parlamentsgebäude. Es beherbergt verschiedene Büros des Bundestages und ist nach dem Politiker Jakob Kaiser benannt.

Das Jakob-Kaiser-Haus ist ein Gebäudekomplex im Berliner Ortsteil Mitte und bildet das größte deutsche Parlamentsgebäude. Es beherbergt verschiedene Büros des Bundestages und ist nach dem Politiker Jakob Kaiser benannt.

Am 30. Juni 1994 beschloss der Deutsche Bundestag, den Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ in Artikel 3 des Grundgesetzes aufzunehmen.

Unter dem Motto „Vom Benachteiligungsverbot zum Bundesteilhabegesetz“ erinnern verschiedene Behindertenverbände mit einer Kundgebung und Aktion am Montag, 30. Juni 2014, um 13.00 Uhr am Reichstagufer/Ecke Wilhelmstraße (Westseite) in Berlin an den damaligen Beschluss und bekräftigen ihre Forderung nach der Schaffung eines guten Bundesteilhabegesetzes für behinderte Menschen.

Im Anschluss an die Kundgebung mit Akteuren, die sich Anfang der 90er Jahre für die Grundgesetzergänzung eingesetzt haben, wird symbolisch ein Schild mit dem 1994 in Kraft getretenen Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ an der am Jakob-Kaiser-Haus befindlichen Plexiglas-Inschrift mit dem Text des Grundgesetzes von 1949 angebracht. Das Benachteiligungsverbot für behinderte Menschen ist dort nämlich noch nicht enthalten.

(PM, Foto: Christian Denis Mueller, Chrissy85. Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz »Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 generisch« (US-amerikanisch) lizenziert.)

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2 Kommentare

  • Vegeta

    „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ ein schöner Satz der keine Bedeutung hat.

    Es darf niemand offensichtlich wegen seiner Behinderung benachteiligt werden, wäre besser formuliert gewesen, denn insgeheim hat sich an der Benachteiligung von Behinderten nichts geändert.

    21. Januar 2015 at 16:15
  • Handbiker

    Ich bin seit Anfang der 80er im Rollstuhl und kann nicht wirklich eine Verbessrung feststellen. Meine relativ leichte Behinderung wird immer noch übersehen. Ich werde immer noch auf meinen Rollstuhl reduziert. Es sind immer noch die gleichen Vorurteile, die mich vor der gleichberechtigten Teilnahme von sportlichen oder gesellschaftlichen Aktivitäten ausschließen. So lange der Öffentlichkeit nur gezeigt wird wie lebensunfähig angeblich ein Rollstuhl macht, werden die Benachteiligungen auch nicht aufhören.

    25. Januar 2015 at 13:52

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