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Kuscheln, Tee trinken und spielen: Berlin soll Katzen-Café bekommen

Geplant ist ein Streichelzoo, der auch für Rollstuhlfahrer und Senioren geeignet ist.

(Foto: Café Felidae)

(Foto: Café Felidae)

Nach anderen Städten soll nun auch Berlin ein Katzen-Café bekommen. Das „Café Felidae“ sei als Mischung aus Galerie, Entspannungs-Oase und Katzen-Wohngemeinschaft geplant, heißt es in der Ankündigung. Die Katzen sollen aus dem Tierheim kommen.

Die Katze ist das beliebteste Haustier der Welt, aber nicht jeder hat Platz für sie. Die Idee, sie öffentlich zum Streicheln verfügbar zu machen und damit Geld zu verdienen, stammt aus Japan.

In Tokio sind Katzencafés tierisch erfolgreich, die Miezen gehören zur Einrichtung wie die Tische und Stühle, und die Kundschaft zahlt umgerechnet durchschnittlich sechs Euro Eintritt, um hemmungslos schmusen zu dürfen. Die Katzen lassen es sich gefallen und bekommen Leckerlis, damit sie nicht so oft an den Tassen der Gäste nippen.

Von Japan nach Europa

Der Trend ist nach Europa gekommen – etwa nach Wien, London, Augsburg und Bayreuth. Wie viele Katzen durch das Berliner „Café Felidae“ (Felidae ist das lateinische Wort für „Familie der Katzen“) stromern und sich streicheln lassen werden, steht laut Mitgründerin Nini Gollong noch nicht fest.

„Besonders am Herzen liegt uns auch der Kontakt zu älteren Menschen. Die Vereinsamung im Alter ist leider nicht zu verhindern, kann aber durch den Kontakt zu Tieren und anderen Menschen sehr verbessert werden – dass man ab einem bestimmten Alter für die Gesellschaft zum ausrangierten Außenseiter abgestempelt wird, ist eine bekannte Tatsache“, so Gollong und ihre Mitstreiterin Jana Brinkmann.

Gerade werden Tipi-Zelte (besser bekannt unter dem Begriff „Indianer-Zelte“) für das Café entworfen, in denen auch Platz für Rollstuhlfahrer ist, wie Gollong sagt. Das Katzenklo werde ein separater Raum sein.

Das sagen die Macherinnen

Wer selbst keinen Stubentiger haben kann, weil er keine Zeit, nicht genug Geld oder Platz hat oder einfach Katzen mag und sich bei uns wohlfühlt, ist herzlich eingeladen, im Café Felidae bei einer Tasse Tee oder einem Stück Kuchen mit einer Katze zu spielen oder zu kuscheln.

Das Café wird aus mehreren eigenständig begehbaren Kunstinstallationen im Innen- und Außenbereich bestehen: kleine faszinierende Welten, die einen Moment der inneren Gelassenheit anbieten. In diesem Zusammenhang appellieren wir an unsere fünf Sinne: Energetisierung durch Kristalle, Holzelemente, natürliche Düfte, geometrischen Formen, Spiegelillusionen, beruhigende Klänge und natürlich die starke, positive Energie unserer Katzen.

Unsere Katzen sind sehr sensible Tiere, sie merken, ob es einem schlecht geht und man Trost benötigt. Sie helfen sofort mit ihrer Zuneigung und machen traurige Momente leichter. Wenn sie glücklich sind, teilen sie das gerne mit, das darf dann auch mal lauter sein! Das Schnurren der Katze beruhigt und gilt als sehr gesund. Somit steht das Wohlbefinden unserer Besucher und unserer Katzen im absoluten Vordergrund. Denn eins ist sicher: nur glückliche Katzen können ihre positive Energie mit uns teilen.

Das Café Felidae soll einen Ruheplatz für die Künstlerszene Berlins, internationale Besucher, Senioren, hart arbeitende Workoholics und für jeden Katzenliebhaber darstellen. Es ist auf Erlebnis, positive Energie und Entspannung konzentriert. Wir wollen einen besonderen Ort entstehen lassen, in dem jeder Besuch ein kleines Abenteuer sein wird und man sich die Zeit zum Innehalten und Träumen nehmen darf.

Der Ort des neues Cafés ist öffentlich noch nicht bekannt – er soll bald auf der Facebook-Seite verraten werden. „Wir brauchen noch ein bisschen Zeit“, sagt Gollong. Die 32-Jährige ist Dekorateurin und Installationskünstlerin, ihre Geschäftspartnerin Jana Brinkmann Grafikerin und Tiertherapeutin.

Laut Homepage stehen alle Katzen dem Besucher zum Spiel- und Streichelaustausch zur Verfügung. „Dabei gilt es jedoch, die Katzen und ihre Bedürfnisse zu respektieren“, heißt es weiter.

(RP/dpa)

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1 Kommentar

  • Roswitha

    Eine chinesische Weisheit besagt, dass man den Tee trinkt, damit man den Lärm der Welt vergisst.

    VG
    Rosi

    28. Januar 2014 at 18:31

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