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Langfristig geplant war das nicht: Aktion Mensch-Chef Martin Georgi geht

Bei der Soziallotterie gibt es eine überraschende Personalie.

Martin Georgi (Foto: Aktion Mensch)

Martin Georgi (Foto: Aktion Mensch)

Der 30. April scheint für Martin Georgi ein besonderer Tag der Erneuerung zu sein. Vor sechs Jahren, am 30.4.2009, verabschiedete sich der Sozialmanager von der Christoffel-Blindenmission, wo er sechs Jahre lang Direktor Kommunikation und Fundraising war, um als Vorstand zur Aktion Mensch zu wechseln. Zuvor war Georgi unter anderem Geschäftsführender Direktor der deutschen Sektion von amnesty international gewesen.

Nun hat Georgi wieder der April-Blues erwischt. Noch vor einem Monat hatte er ROLLINGPLANET zugesagt, als Autor bei unserem kollektiven Tagebuch Plan B mitzumachen. Ende März war er wegen Urlaubs nicht zu erreichen. Seit einigen Tagen warten wir vergebens auf Nachricht von ihm – und wissen nun, warum. Georgi verlässt überraschend die Soziallotterie zum 30. April.

Der Mann, der das Thema Inklusion aufgriff

Zu seinem Abschied sagt der 55-Jährige in einer kurzen Pressemitteilung: „Nach vier tollen Jahren bei der Aktion Mensch möchte ich mich noch einmal beruflich verändern. Ich habe daher dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass ich für eine Verlängerung meiner Vorstandstätigkeit nicht zur Verfügung stehe.“

Martin Georgi hat sich in seiner Zeit bei der Aktion Mensch intensiv für das Thema Inklusion eingesetzt. Er hat diese strategische Zuspitzung im Verein vorangetrieben und nach außen vertreten. Der Aufsichtsrat dankte Martin Georgi „für sein engagiertes Streiten für die Vision einer inklusiven Gesellschaft und wünscht ihm für seine berufliche und private Zukunft alles Gute“.

Ab dem 1. Mai führt das Vorstandsmitglied Armin v. Buttlar die Geschäfte als Alleinvorstand. Der ist im Gegensatz zu Georgi kein PR-Fachmann, sondern Finanz- und Rechtsexperte.

(RP)

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