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Last-Minute-Tipps für Menschen mit Behinderung, die das Oktoberfest besuchen

Barrierefreie Toiletten, Infos in Gebärdesprache, Speisekarten in Brailleschrift – auf der Wiesn hat sich einiges verbessert.

Gäste beim Oktoberfest 2017 in einem der Bierzelte. (Foto: Tobias Hase/dpa)

Gäste beim Oktoberfest 2017 in einem der Bierzelte. (Foto: Tobias Hase/dpa)

Am Dienstag (3. Oktober) endet das Oktoberfest. Aber:

„Wir mussten leider feststellen, dass die wenigsten Rollstuhlfahrer und Menschen mit anderen Behinderungen wissen, was die diesjährige Wiesn an barrierefreien Neuheiten zu bieten hat“,

bedauern gegenüber ROLLINGPLANET der Behindertenbeirat München und der Facharbeitskreis Tourismus. Gerne kommen wir deshalb der Bitte nach, auf Neuheiten der größten Party der Welt hinzuweisen:

Barrierefreie Toiletten

Erstmals gibt es nun auf dem Münchner Oktoberfest eine barrierefreie „Toilette für alle“. „Dieses spezielle WC ist mit höhenverstellbarem Personenlifter und Liege ausgestattet. So können auch schwer kranke, pflegebedürftige und Menschen mit mehrfachen Behinderungen sie ohne Einschränkung benutzen“, erklärt Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger. Unter folgenden Link erfahren Sie den genauen Standort: https://www.oktoberfest.info/info/lageplan

Dort lassen sich ebenso wie an der Gepäckaufbewahrung am Eingang zur Wirtsbudenstraße (Haupteingang) auch zwei Rollstühle ausleihen. Bitte beachten Sie, dass Sie für die Toiletten einen Euroschlüssel und Ihren eigenen Liftgurt mitbringen müssen.

Sichere Wiesn in Gebärdensprache

Auf der Seite des Landesverbandes Bayern der Gehörlosen e.V. gibt es Tipps für einen sicheren Wiesn-Besuch in Deutscher Gebärdensprache, insbesondere für taube Mädchen und Frauen, die oftmals Opfer von Anmache und sexuellen Übergriffen werden. Die Videos wurden von Studentinnen aufgenommen (es sind also keine professionellen Dolmetscher). Klicken Sie hier, um zu der Seite mit den Gebärdensprachvideos zu gelangen: http://www.lv-bayern-gehoerlos.de

Spaß auf der Wiesn

Autoscooter „Steinhart“ (Archivfoto, weshalb hier die neuen Hosenträgergurte nicht zu sehen sind.)

Autoscooter „Steinhart“ (Archivfoto, weshalb hier die neuen Hosenträgergurte nicht zu sehen sind.)

Beim Autoscooter „Steinhart“ in der Straße 5 Nr. 11 können erstmals ebenso Rollstuhlfahrer um die Kurven flitzen: eine Chaise ist auch mit Handgas zu betreiben. Man wird mit Hosenträgergurten gegen die starken Stöße gesichert.

Die Sitze des Kettenkarussells „Wellenflug“ in der Schaustellerstraße Nr. 24 sind über eine Rampe zugänglich. Ein Sitz ist mit einer höheren Lehne, Hosenträgergurten und verstärkten Ketten ausgestattet.

In der „Fischer Vroni“ und in „Poschners Enten- und Hühnerbraterei“ werden zusätzlich Speisekarten in Brailleschrift vorgehalten.

(RP/PM)

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