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Leberkrebs: Schlüsselloch-OP ist nur etwas für Profis

Experten empfehlen, die Operation nur in einer spezialisierten Klinik durchführen zu lassen.

Beispiel für eine Schlüsselloch-OP (Foto: Krankenhaus Winsen)

Beispiel für eine Schlüsselloch-OP (Foto: Krankenhaus Winsen)

Krebsoperationen an Leber und Bauchspeicheldrüse sind aufwendig und technisch schwierig. Das gilt vor allem, wenn sie ohne großen Bauchschnitt, sondern minimal-invasiv erfolgen, etwa um Vorstufen von Krebs zu entfernen.

Darauf weisen Experten im Vorfeld des Kongresses Viszeralmedizin 2013 in Nürnberg hin. Daher sollten Schlüsselloch-Operationen an diesen beiden Organen vorerst nur in spezialisierten Kliniken erfolgen, betonen sie.

Der Chirurg brauche viel Erfahrung, erläutert Prof. Tobias Keck vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Manchmal sei es erforderlich, während eines Eingriffs doch zu einem Bauchschnitt überzugehen, um den Patienten nicht zu gefährden. Das sei zum Beispiel der Fall, wenn die Ärzte während der OP bis dahin nicht bekannte Tumore entdecken.

Was ist Schlüsselloch-Chirurgie?

Der Chirurg verzichtet bei dieser Technik auf die breite Eröffnung von Körperhöhlen. Er operiert stattdessen mit einem so genannten Endoskop und extrem verkleinerten Instrumenten durch Mini-Schnitte – wie durch ein Schlüsselloch.

Das Endoskop ist ein schlauch- oder röhrenförmiges Instrument, das über ein optisches System die Bilder aus dem Körperinneren für den Arzt außen sichtbar macht. Zusätzlich kann eine kleine Kamera die Bilder auf einen Monitor übermitteln.

(dpa/tmn)

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1 Kommentar

  • Andrea Bröker

    Es ist ja inzwischen bekannt, dass die minimalinvasive Operationstechnik nicht in allen Fällen wirklich vorteilhaft ist. Bei der CTS-OP ist zum Beispiel ein Rezidiv recht groß. Es nutzt gar nichts, wenn die OP-Wunde zwar schnell verheilt (da klein bei der Minimalinvasivtechnik), wenn man später aber nachoperieren muss oder noch schlimmer, wenn der Medianusnerv verletzt wurde weil der Operateur nicht die nötige Sicht auf das OP-Feld hatte. Da macht man doch lieber einen längeren Schnitt mit einer etwas längeren Rekonvaleszenz und hat die Erkrankung aber in einer OP beseitigt.

    28. August 2013 at 20:43

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