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Lehrer fordern: Bund und Länder müssen wieder kooperieren

Mehr als 100 Pädagogen auf dem 5. Norddeutschen Lehrertag diskutieren über Inklusion.

Wie geeignet sind die Räume für Inklusion? Grundschule  auf Rügen (Foto: Gerhard Giebener/pixelio.de)

Wie geeignet sind die Räume für Inklusion? Grundschule auf Rügen (Foto: Gerhard Giebener/pixelio.de)

Für die Schule der Zukunft sollte das umstrittene Bund-Länder-Kooperationsverbot in der Bildungspolitik aus dem Grundgesetz gestrichen werden. Dies ist die Kernaussage des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) auf dem 5. Norddeutschen Lehrertag am Samstag in Schwerin. Mehr als 100 Lehrer aus acht Bundesländern diskutierten zum Thema «Neues Lernen in alten Räumen? – Der Raum als 3. Pädagoge» mit Blick auf die schulische Inklusion, dem gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Schülern.

„Räumliche und sächliche Bedingungen“

„Wir schicken Lehrer in Fortbildungen, was gut und richtig ist. Aber in kaum einer Bildungsdebatte zur inklusiven Schule wird über die räumlichen und sächlichen Bedingungen gesprochen“, sagte VBE-Landesvorsitzende Mecklenburg-Vorpommern, Michael Blanck. „Wir benötigen wieder gemeinsame Programme von Bund und Kommunen wie das Gesamtschulprogramm vor Inkrafttreten des Kooperationsverbotes.“

Das Kooperationsverbot besagt seit 2006, dass ausschließlich die Bundesländer für die Finanzierung und Gestaltung der Bildung zuständig sind, siehe dazu auch den ROLLINGPLANET-Bericht: Was das Kooperationsverbot in der Bildung für die Inklusion bedeutet

(dpa)

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