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Let me be ME!: Antimobbing-Training für Beschäftigte mit geistiger Behinderung

Nach erfolgreichem Pilotprojekt auch Handbuch und Informationen für Arbeitgeber geplant.

Training gegen Mobbing (Foto: zepf)

Training gegen Mobbing (Foto: zepf)

Das Zentrum für Empirische Pädagogische Forschung (zepf) der Universität Koblenz Landau hat in Zusammenarbeit mit mehreren europäischen Partnern ein Trainingsprogramm entwickelt, das Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung auf den Umgang mit Mobbing am Arbeitsplatz vorbereitet. Das Projekt mit dem Titel Let me be ME! wurde von der EU gefördert.

Training mit vier Modulen

Das Training besteht aus vier Modulen, die vermitteln, was Arbeitsplatz-Mobbing und Cybermobbing ist, wie derartigen Vorfällen vorgebeugt und was im konkreten Mobbingfall unternommen werden kann.

Da sich in einer vorangehenden Studie gezeigt hatte, dass auch Beschäftigte mit geistiger Behinderung unter den Mobbing-Tätern sind, beschäftigt sich ein Modul damit, wie man vermeiden kann, selbst zum Mobbing-Täter zu werden.

Die Inhalte werden mit Hilfe von zahlreichen praktischen Übungen vermittelt, die an die Bedürfnisse von Menschen mit geistiger Behinderung angepasst sind.

Pilotstudie erfolgreich abgeschlossen

In einer Pilotstudie wurde dieses Training erstmals mit Arbeitnehmern aus unterstützten Beschäftigungsverhältnissen und aus Werkstätten für Menschen mit Behinderungen umgesetzt.

58 Personen mit geistiger Behinderung nahmen an der Pilotstudie teil, davon 16 aus Deutschland, je elf aus Portugal und Nordirland und je zehn aus Irland und Spanien. Jede Gruppe erprobte eines der vier Module. Insgesamt sei der Eindruck der Teilnehmenden zum Trainingsprogramm ausgesprochen positiv gewesen, heißt es in einer Mitteilung.

Handbuch in Vorbereitung

Das zepf und seine Projektpartner entwickelten auch ein Handbuch für Trainer, das die Durchführung des Programms genau beschreibt. Da vor allem Arbeitgeber auf dem freien Arbeitsmarkt unsicher im Umgang mit Angestellten mit geistiger Behinderung sind, stellt das Projekt Let me be ME! auch Hintergrundinformationen zu den Themen Menschen mit geistiger Behinderung und Trainings mit Menschen mit geistiger Behinderung zur Verfügung.

Die fertige Materialiensammlung wird Ende September 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt und danach auf der Projekthomepage http://www.letmebeme.eu auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Portugiesisch zum Download zur Verfügung stehen.

(PM)

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