""

Lieber Arm ab als krank dran

Deutschland im Griff der Grippe, aber endlich eine gute Nachricht für alle Menschen ohne Arme und hochgelähmte Rollstuhlfahrer: Sie werden möglicherweise verschont.

Hallo,hier haben Sie meine Viren (Foto: Alexander Klaus /pixelio.de)

Hallo,hier haben Sie meine Viren (Foto: Alexander Klaus /pixelio.de)

Jedes Jahr die gleiche Warnung, aber ROLLINGPLANET möchte sich der gesundheitlichen Volkserziehung nicht entziehen: Der Verzicht auf einen Händedruck zur Begrüßung kann vor der Grippe schützen. Mit dem Händedruck werden Viren übertragen und verteilen sich so beispielsweise auf Türgriffen, Telefonhörern und Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Darauf macht Inge Wolff vom Arbeitskreis Umgangsformen International (AUI) in Bielefeld aufmerksam. Wie entkommt man nun Menschen, die partout ihre Viren mit Ihnen teilen wollen? Wer krank ist oder eine Ansteckung vermeiden will, weist am besten darauf hin, dass er aus diesem Grund auf einen Handschlag verzichten möchte. Menschen ohne Arme bleibt ROLLINGPLANET zufolge diese Entschuldigung und Vorsichtsmaßnahme erspart. Dies gilt, je nach Höhe der Behinderung, auch für Tetraplegiker (Motto frei nach „Ziemlich beste Freunde“: keine Arme, keine Schokolade, keine Grippe).

Ein Einmaltaschentusch ist kein Zweimaltaschentuch

Beim Niesen oder Husten empfiehlt der AUI, ein Einmaltaschentuch zu benutzen und dieses danach in einen geschlossenen Mülleimer zu werfen. Dadurch wird die Ansteckungsgefahr vermindert. Wer kein Papiertaschentuch zur Hand hat, sollte nicht die Hand vor den Mund nehmen, sondern in die Armbeuge niesen oder husten. (In unserem Fall: in die Füße?)

Grippekranken rät der AUI davon ab, Sport zu treiben oder öffentliche Veranstaltungen zu besuchen. Wenn sich ein Termin nicht verschieben lässt, sei es wichtig, frühzeitig Medikamente zu nehmen und bei einem akuten Nies- oder Hustenanfall den Raum zu verlassen.

Im Griff der Grippe

Die Zahl der Grippefälle in Deutschland klettert weiter in die Höhe. „Wir können nun von einer bundesweit starken Grippewelle sprechen“, sagte der Sprecher des Robert Koch-Instituts, Günther Dettweiler, gestern in Berlin zu den neuesten Grippezahlen. Ein Abflachen der diesjährigen Welle ist noch nicht in Sicht. Auch in den Süden der Republik hat sich die Influenza nun ausgebreitet. Im Osten hingegen schwächt sich die Aktivität langsam wieder ab.

Bislang wurden für die vergangene Woche bundesweit 2606 labor-bestätigte Influenzafälle gemeldet. Diese Zahl wird sich durch Nachmeldungen jedoch noch deutlich erhöhen. In der Vorwoche waren es über 6100 gemeldete Grippefälle, seit Saisonbeginn im Spätherbst insgesamt 21.200.

(RP/dpa)


Keine Erkältung, sondern gefährliche Grippe: 7 wichtige Fragen und Antworten


Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

1 Kommentar

  • Gruß aus Delmenhorst

    Hallo,

    ich habe da auch noch eine Warnung in Sachen Viren. Und zwar bin ich bei der Recherche nach Krankenhäusern auf eine interessante Information gestoßen.

    Krawatten von Ärzten werden nicht desinfiziert, garantiert selten gewaschen und sind ein Infektionsherd ganz besonderer Güte. Da gerade Krankenhäuser der beste Spielplatz für Viren und Bakterien aller Art sind.

    Also bei Ärzten bitte genügend Abstand zur Krawatten Krawatte halten!

    Ich bin mir ziemlich sicher , dass da etwas dran ist und das die „gemeine Krankenhauskrawatte“ bestimmt viel mehr Menschen auf dem Gewissen hat, als das allseits bekannte „Indische Tuch“ aus dem Buch von Agatha Christie.

    In diesem Sinne

    Ganz liebe Grüße aus Delmenhorst

    22. Februar 2013 at 11:53

KOMMENTAR SCHREIBEN