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Lieblinks (35): Neue Online-Datenbank zu Arzneimittelrisiken

Im Internet finden sich nun alle seit 1995 gemeldeten Fälle von unerwünschten Wirkungen nach der Einnahme eines Medikaments.

(Foto: Andrea Damm/pixelio.de)

(Foto: Andrea Damm/pixelio.de)

Patienten und Ärzte können sich im Internet jetzt noch intensiver über Risiken von Medikamenten informieren. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn bietet ab sofort einen Online-Zugang zu seiner Datenbank mit Verdachtsmeldungen unerwünschter Arzneimittelwirkungen an.

Die Datenbank ersetze aber weder die Packungsbeilage für Patienten noch die sogenannte Fachinformation für Ärzte, betont die Behörde. Beide blieben entscheidende Informationsquellen zur Anwendung und zu den Risiken von Medikamenten.

Portal ersetzt nicht den Arzt

In der Datenbank speichert das BfArM alle ihm seit 1995 gemeldeten Fälle von unerwünschten Wirkungen nach der Einnahme eines Medikaments, bei denen der Verdacht besteht, dass sie auf dem Mittel beruhen. Das bedeute aber nicht, dass dieser Zusammenhang tatsächlich besteht.

Die nun zugänglichen Rohdaten seien noch nicht behördlich bewertet und lieferten keine Empfehlungen. Sie müssten stets medizinisch interpretiert werden und könnten daher keinesfalls die Aufklärung des Patienten durch den Arzt über mögliche Nebenwirkungen eines Arzneimittels ersetzen.

Webseite: nebenwirkung.bfarm.de

(dpa)

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