""

L’Oréal will verstärkt Menschen mit Behinderung beschäftigen

Das Unternehmen veröffentlicht sein Nachhaltigkeitsprogramm mit Zielen bis zum Jahr 2020.

Wirbt für L'Oréal: Lena Meyer-Landrut  (Foto: Instagram/lenas_view)

Wirbt für L’Oréal: Lena Meyer-Landrut (Foto: Instagram/lenas_view)

L’Oréal, der größte Kosmetikhersteller der Welt (100.000 Mitarbeiter, 22,5 Milliarden Euro Jahresumsatz), hat angekündigt, verstärkt Menschen mit Behinderung und aus benachteiligten Gesellschaftsschichten beschäftigen zu wollen.

Dies verkündete heute Jean-Paul Agon, Vorstandsvorsitzender und CEO des französischen Unternehmens, im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms „Sharing Beauty With All“ (Schönheit mit allen teilen). Darin benennt das Unternehmen seine selbst auferlegten Verpflichtungen bis zum Jahre 2020, wenngleich ohne konkreten Zahlen.

Von Garnier bis Yves Saint Laurent Beauté – das Imperium L’Oréal

• Zu den Kosumerprodukten gehören: L’Oréal Paris, Garnier, Maybelline Jade, Essie, Softsheen Carson.

• Luxusprodukte sind: Lancôme, Biotherm, Helena Rubinstein, Kiehl’s, Diesel, Giorgio Armani, Ralph Lauren, Cacharel, Viktor & Rolf, Yves Saint Laurent Beauté, Clarisonic.

• Professionelle Produkte, die nur in Friseursalons vertrieben werden: Kérastase, Redken, Matrix, Shu Uemura Art of Hair, L’Oréal Professionnel.
• Speziele Apothekenkosmetik: Vichy, La Roche-Posay, innéov, Roger & Gallet, SkinCeuticals.
• Zudem gehören zur L’Oréal-Gruppe die Naturkosmetik-Marke Laboratoire Sanoflore und The Body Shop.

Auch McDonald’s hat vor einigen Wochen mit seinem Nachhaltigkeitsprogramm und behinderten Mitarbeitern kokettiert – ein fauler Klops, wie ROLLINGPLANET nachwies. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter liegt bei der Hamburger-Braterei bei gerade einmal 1,29 Prozent.

Was tut L’Oréal für Schwerbehinderte?

L’Oréal scheint das Thema seriöser anzugehen. Wie die deutsche Zentrale in Düsseldorf auf ROLLINGPLANET-Anfrage mitteilt, beschäftigt der Konsumgüterkonzern in Deutschland derzeit etwa 2.000 Mitarbeiter, davon haben 2,8 Prozent eine Behinderung.

„Durch die Zusammenarbeit mit Behindertenwerkstätten und Kooperationspartnern erreichen wir eine Quote von 6,5 Prozent“, betont eine Unternehmenssprecherin gegenüber ROLLINGPLANET. „Wir haben derzeit einige Kooperationen mit den Schwerbehindertenvertretungen der Unis in Düsseldorf, Köln und Karlsruhe, um für Menschen mit Behinderung einen attraktiven Arbeitsplatz zu bieten.“

L’Oréal-Fabrik in Karlsruhe (Foto: L'Oréal Deutschland GmbH)

L’Oréal-Fabrik in Karlsruhe (Foto: L’Oréal Deutschland GmbH)

In Deutschland ist seit kurzem übrigens auch Kate Winslets neue Beauty-Kollektion von der L’Oréal-Marke Lancôme erhältlich. Ein Teil der Erlöse geht an die von der Schauspielerin gegründete Stiftung „Golden Hat“ für autistische Kinder.

(RP)

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN