Marburg holt sich deutsche Meisterschaft der Blindenfußballer

Entscheidung fiel erst am letzten Spieltag aufgrund des Torverhältnisses.

Der neue Deutsche Meister Marburg (Foto: Blindenfußball-Bundesliga)

Der neue Deutsche Meister Marburg (Foto: Blindenfußball-Bundesliga)

Der Blindenfußball erlebte am gestrigen Samstag einen Krimi. Vor dem letzten Spieltag, der in Freiburg ausgetragen wurde, trennten den Fünftplatzierten gerade einmal drei Punkte vom Tabellenführer Sportfreunde Blau-Gelb Marburg.

Die Marburger behielten die Nerven. Sie holten sich die Meisterschaft durch ein 1:0 gegen Titelverteidiger MTV Stuttgart, der dadurch Platz 3 belegt. Rang zwei in der Abschlusstabelle ging an den Chemnitzer FC (3:0-Sieg gegen Köln). Bitter für die Ostdeutschen: In der gesamten Saison blieben sie ohne Niederlage (fünf Siege, drei Unentschieden) und kassierten nur ein Gegentor, wiesen am Ende jedoch gegenüber den punktgleichen Marburgern (6 Siege, 2 Niederlagen) das schlechtere Torverhältnis auf.

Beim Blindenfußball orientieren sich die Sportler an einem rasselnden Ball. Das Feld ist 20 mal 40 Meter groß und an der Seite von einer Bande begrenzt. Gespielt wird fünf gegen fünf. Die Sepp-Herberger-Stiftung richtet seit dem Jahr 2008 zusammen mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) und dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) die Bundesliga aus, in der neun Mannschaften antreten.

(RP)

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