Marianne Buggenhagen hat einen Neuen

Die neunmalige Paralympics-Siegerin erklärt nach überraschendem Trainerwechsel ihre „ungestillte Lust“ am Ausloten der Grenzen.

Marianne Buggenhagen bei den Paralympics 2012 in London (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Marianne Buggenhagen will in vier Jahren ihre siebten paralympischen Spiele in Angriff nehmen (ROLLINGPLANET berichtete: Sie gewinnt und gewinnt und gewinnt: Marianne Buggenhagen denkt schon an Rio). Diese Karriereplanung bestätigte die Ausnahmeathletin, die in London mit Silber im Kugelstoßen ihre 13. paralympische Medaille gewann, heute beim Empfang des Bürgermeisters ihrer Heimatstadt Bernau. Die neunmalige Paralympics-Siegerin vom SC Berlin sagte, sie sei auch mit 59 Jahren „von einer ungestillten Lust an Wettbewerb und Leistung, am Ausloten der eigenen Grenzen und immer neuen Selbsterfahrungen“ angetrieben.

Buggenhagen bewertet ihr Paralympics-Silber 2012 als einen der größten Erfolge ihrer Karriere. Erst mit 39 Jahren hatte sie in Barcelona ihre Premiere erlebt. London waren ihre sechsten Spiele. Dabei hatte die Technische Kommission des Internationalen Paralympischen Komitees ihre Paradedisziplin, das Diskuswerfen, aus dem Programm gestrichen – und damit Buggenhagen den wahrscheinlichen Gewinn ihrer zehnten Goldmedaille verwehrt.

Trainer- und Vereinswechsel

Trainiert wird Buggenhagen künftig von Ralf Otto vom PSC Berlin. Zum Jahresende wird sie wohl auch zu diesem Verein wechseln. Kurz vor London hatte sich ihr langjähriger Trainer Bernd Mädler von ihr getrennt. Seine Begründung, es passe trainingsmethodisch nicht mehr, versteht Buggenhagen bis heute nicht. „Ich habe ihm viel zu verdanken, solch ein Ende ohne nachvollziehbare Erklärung tut weh.“

Aktuell kuriert die Rollstuhlathletin eine Schleimbeutelentzündung im Wurfarm aus. „Danach beginnt der langsame Formaufbau mit dem Ziel der WM im Juli 2013 in Lyon.“ In Rio 2016 werden ihre Wurfdisziplinen nach erneuter Regel-Änderung wieder in einzelnen Startklassen stattfinden. Buggenhagen ist damit sowohl mit Diskus, Kugel und auch Speer Gold-und Medaillenfavoritin.

(dpa)

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