Markus Rehm und Vanessa Low angeschlagen – und manche Generalproben gingen in die Hose

Vor den Paralympics: Licht und Schatten für deutsche Aktive bei den 38. IDM der Para-Leichtathleten. Auf einen Oldie ist wie immer Verlass.

Mussten passen: Markus Rehm und Vanessa Low, einst privat das Traumpaar der deutschen Para-Leichtathletik (Archivfoto von 2012: Julian Stratenschulte/dpa)

Mussten passen: Markus Rehm und Vanessa Low, einst privat das Traumpaar der deutschen Para-Leichtathletik (Archivfoto von 2012: Julian Stratenschulte/dpa)

Licht und Schatten gab es für die Athleten des Deutschen Behindertensport-Verbandes bei den 38. Internationalen Deutschen Meisterschaften der Para-Leichtathleten am Wochenende im Berliner Jahn-Sportpark. „Wir haben auf der einen Seite gesehen, dass unsere Asse zum Teil gut gerüstet für Rio sind, andererseits gingen aber auch Generalproben in die Hosen“, resümierte Organisationsleiter Klaas Brose, der Geschäftsführer des Berliner Behindertensport-Verbandes.

Einige der besten deutschen Athleten wie Markus Rehm und Vanessa Low (beide Weitsprung/Sprint, Leverkusen) fehlten beim letzten Test rund 50 Tage vor den Paralympics verletzungsbedingt. Für die besten Gastgeber-Resultate sorgten der beidseitig unterschenkelamputierte 400-Meter-Weltmeister David Behre. Der Leverkusener, der die Stadionrunde in 48,42 Sekunden zurücklegte und seinem Klubkameraden Johannes Floors (48,47), der ihn vor einem Monat bei der EM im italienischen Grosseto besiegt hatte, knapp schlug. Behre nahm das als Ansporn für Rio und die EM in zwei Jahren, die am Samstag für 2018 an Berlin vergeben wurde.

Gut aufgelegt zeigte sich auch Rollstuhlsport-„Oldie“ Marianne Buggenhagen. Die 63-jährige Berlinerin, die bei ihren siebten Spielen ihre paralympische Medaillensammlung (9/2/2) aufstocken will, siegte im Diskuswerfen mit 24,48 Meter überlegen vor der Lettin Diana Dadzite (19,72 m). Bei der EM hatte Buggenhagen den Titel, Dadzite Bronze gewonnen.

(dpa/bb)

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