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MDR ehrt Udo Reiter mit Trauerfeier

Der Gründungsintendant hatte sich vor einem Monat getötet.

Udo Reiter (†) bei einer Rede im Juni 2011 (Foto: Jan Woitas/dpa)

Udo Reiter (†) bei einer Rede im Juni 2011 (Foto: Jan Woitas/dpa)

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat am Montag mit einer Gedenkfeier an seinen gestorbenen Gründungsintendanten Udo Reiter erinnert. MDR-Mitarbeiter, Vertreter anderer Rundfunkanstalten und Weggefährten versammelten sich im Mendelssohn-Saal des Leipziger Gewandhauses, um Reiter zu würdigen.

„Professor Reiter hat ganz maßgeblich dazu beigetragen, die Forderung nach Rundfunk- und Pressefreiheit zu verwirklichen. Mit Weitsicht, Mut, visionärer Kraft und Leidenschaft hat er den Mitteldeutschen Rundfunk aufgebaut, mit starken Strukturen für eine pluralistische Gesellschaft“, betonte Intendantin Karola Wille laut MDR-Angaben.

Deutsche Rundfunkgeschichte geschrieben

Reiter, der jahrzehntelang wegen eines Autounfalls auf den Rollstuhl angewiesen war, hatte sich am 9. Oktober mit 70 Jahren in seinem Haus bei Leipzig selbst getötet. Die Gründe hatte er in einem Abschiedsbrief öffentlich gemacht.

Der Beitrag des MDR zur Integration und der inneren Versöhnung Deutschlands nach dem Fall der Mauer gehöre zu seinen großen Leistungen, betonte Wille. Er habe nicht nur die MDR-Geschichte an vorderster Stelle mitgeschrieben, er habe deutsche Rundfunkgeschichte geschrieben. Reiter war von 1991 bis 2011 MDR-Intendant gewesen.

(dpa)

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