MDR ergänzt sein Untertitelungs-Angebot für hörgeschädigte Menschen

Der Sender nennt Barrierefreiheit als Priorität. Seine Angebote in Fernsehen, Hörfunk und Internet sind weitgehend barrierefrei.

MDR-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille (Foto: KAWA)

MDR-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille (Foto: KAWA)

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MdR) engagiert sich schon seit längerem für Menschen mit Behinderung (im Gegensatz beispielsweise zum Privatsender RTL: Schwarz auf weiß: Sender RTL findet es okay, dass er blinde Menschen ausgrenzt). Nachdem der MDR seit diesem Jahr seine Angebote in Fernsehen, Hörfunk und Internet weitestgehend barrierefrei zur Verfügung stellt, wird er 2016 sein Untertitelungs-Angebot für hörgeschädigte Menschen, Senioren und Nicht-Deutschsprechende punktuell, insbesondere am Wochenende, weiter ergänzen.

So kann man ab Januar die abendliche Ratesendung „Quickie“ mit Untertiteln sehen. Das Info-Magazin „MDR um 11“ wird weiterhin im Livestream und in der Mediathek mit Gebärdensprache angeboten. Auch in der Audiodeskription, dem Service für blinde und sehbehinderte Menschen, will der MDR seine Angebote kontinuierlich steigern. Außerdem sollen Untertitel und Audiodeskription technisch über mobile Endgeräte nutzbar gemacht werden.

Dies kündigte der Sender in Leipzig nach seinem gestern zum 4. Mal stattgefundenen Jahrestreffen mit Behindertenverbänden an. Eingeladen waren MDR-Verantwortliche und Vertreter von Blinden-, Sehbehinderten- und Gehörlosenverbänden aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB) und Regierungsbeauftragte aus Mitteldeutschland.

„Sehr konsequent und zügig vorangetrieben“

MDR-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille betonte:

„Barrierefreiheit hat beim MDR Priorität. Wir sind für alle Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gleichermaßen da. Dafür haben wir die barrierefreien MDR-Angebote in den letzen Jahren sehr konsequent und zügig vorangetrieben. Jetzt geht es darum, weiter an der Qualität von Untertitelungs- und Audiodeskriptionsangeboten sowie der technischen Rahmenbedingungen zu feilen.“

Im MDR FERNSEHEN werden in diesem Jahr den Angaben zufolge täglich 19 Stunden Programm für Hörgeschädigte untertitelt. Zusätzlich ist die Audiodeskription um Dokumentationen und Unterhaltungssendungen erweitert worden; mit Hörbeschreibung werden derzeit im Hauptabend-Programm (20.00 bis 23.00 Uhr) über 21 Prozent der TV-Sendungen angeboten. Die MDR-Hörfunkangebote sind barrierefrei und mobil mit der, aktuell auf dem deutschen Markt einzigartigen, App „MDR Audio – das inklusive Hörangebot“ zugänglich. Alle barrierefreien Angebote (Untertitelung, Audiodeskription, Gebärdensprache) sind zudem in der MDR-Mediathek verfügbar.

(RP/PM)

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