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Mehr als 40 Prozent der Psychotherapeuten arbeiten in Teilzeit

Krankenkassen fordern Reform der Psychotherapie mit kürzeren Wartezeiten und weniger Zufallsbehandlungen.

Psychotherapie ist zu oft Glückssache, kritisieren Krankenkassen (Foto: Andrea Damm/pixelio.de)

Psychotherapie ist zu oft Glückssache, kritisieren Krankenkassen (Foto: Andrea Damm/pixelio.de)

Die Krankenkassen wollen mit Reformen bei der Psychotherapie Wartezeiten verkürzen und die Behandlungen zielgerichteter machen. Es sei heute oft Zufall, ob ein Patient etwa Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Behandlung oder Psychoanalyse erhalte. In einem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Beschluss fordert der Kassen-Spitzenverband, dass Patienten vor Therapiebeginn ein bis zwei Sprechstunden absolvieren und dabei auch besser über die Unterschiede informiert werden.

Was sich ändern soll

Kurzzeittherapien mit 22 Therapiestunden sollen gefördert werden – man soll dafür keine Bewilligung von der Kasse mehr brauchen. Die Überleitung in eine Langzeittherapie mit bis zu 300 Stunden solle möglich bleiben. Den Sinn der Therapien soll der Patient nach Ansicht der Kassen in einer sechswöchigen Wartezeit nach der zwölften Stunde überprüfen. Die Versorgung solle besser werden, versicherte der Vizechef des Verbands, Johann-Magnus von Stackelberg.

Der Verband bemängelte zudem, dass mehr als 40 Prozent der Psychotherapeuten in Teilzeit arbeiteten und so teils längere Wartezeiten mitverursachten.

(dpa)

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