„Meilenstein“: Inklusion in Rüdeshein-Aulhausen mal etwas anders

Erste Förderschule in Hessen nimmt auch nicht behinderte Kinder.

Bischof Tebartz-van Elst zu Besuch im Sonderpädagogischen Zentrum Sankt Vicenzstift (Archivfoto von 2008: Sonderpädagogisches Zentrum Sankt Vicenzstift)

Erstmals lernen an einer Förderschule in Hessen Grundschulkinder mit und ohne Behinderung gemeinsam. Das Sonderpädagogische Zentrum Sankt Vicenzstift in Rüdesheim-Aulhausen (Rheingau-Taunus-Kreis) eröffnete heute eine solche Grundschule. In die beiden ersten Klassen gehen 14 Kinder mit Förderbedarf sowie 20 nicht behinderte Schüler, teilte das Sozialministerium in Wiesbaden mit.

Üblicherweise verbinde man mit Inklusion, dass Kinder mit Behinderungen in eine Regelschule gehen können, sagte Sozialstaatssekretärin Petra Müller-Klepper (CDU): „Hier wird ein neuer Ansatz verfolgt und an einer Förderschule eine inklusive Grundschule aufgebaut.“ Das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern sei „ein Meilenstein für die Schulentwicklung“, betonte sie.

(dapd-hes)

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1 Kommentar

  • gast

    Ähnliches ist bei „Behindertenwerkstätten“ immer wieder in der Diskussion. Nichtbehinderte aufnehmen, und schon ist man ein „Inklusionsbetrieb“. Man fragt sich allerdings, ob bei solchen „Modellen“ nicht schlicht und ergreifend nach Wegen gesucht wird, Sondereinrichtungen nicht schließen zu müssen.

    15. August 2012 at 18:27

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