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Menschen mit Behinderung erstmals im Mittelpunkt der Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag

Warum sich Hüppe, der ehemalige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, bestätigt sieht.

Bundestagsabgeordneter Hubert Hüppe (Foto: Hüppe)

Bundestagsabgeordneter Hubert Hüppe (Foto: Hüppe)

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe begrüßt, dass bei der diesjährigen Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus Menschen mit Behinderung erstmalig im Mittelpunkt stehen (siehe auch ROLLINGPLANET-Bericht: Menschen mit Behinderung – „Wir sind viele“). Die Gedenkstunde wird am Freitag, den 27. Januar, um 9 Uhr im Plenarsaal des Deutschen Bundestages stattfinden und ist über einen Live-Stream zu sehen. Reden wird dabei auch der Schauspieler Sebastian Urbanski, der mit dem Down-Syndrom lebt.

Die Morde im Rahmen der sogenannten „Euthanasie“ werden üblicherweise mit dem Zweiten Weltkrieg in Verbindung gebracht, doch bereits im Frühjahr 1939 gab es Massenmorde an Menschen, die von den Nazis als „lebensunwertes Leben“ angesehen wurden. Menschen mit Behinderung gehörten damit zu den ersten Opfern, die staatlich organisiert getötet wurden. Von der Tiergartenstraße 4 wurden unter direktem Befehl der „Kanzlei des Führers“ die systematische Zwangssterilisierung und Tötung von Menschen mit sogenannten „geistigen“ Behinderungen oder auch psychiatrischen Erkrankungen während des Krieges befohlen. Mit der „Aktion T4“ fielen mehr als 200.000 Menschen der menschenverachtenden Ideologie der Nazis zum Opfer.

Kurz nach seinem Amtsantritt als Behindertenbeauftragter der Bundesregierung begründete Hüppe die Tradition, dass am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus auch an Menschen mit Behinderungen an der Tiergartenstraße 4 erinnert wird. Am Freitag um 11 Uhr findet die jährliche Kranzniederlegung an der Gedenkplatte für die Opfer der NS-„Euthanasie“-Morde statt.

(PM)

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