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Merkel will Arbeitgeber für das Problem Depressionen sensibilisieren

Neuland: Die Kanzlerin hat ein wichtiges Thema entdeckt. Nun fordert sie Aufklärung.

ROLLINGPLANET Fake News: Merkel hat  bei dem Thema Depressionen über Arbeitgeber gesprochen, aber an Donald Trump gedacht. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

ROLLINGPLANET Fake News: Merkel hat bei dem Thema Depressionen über Arbeitgeber gesprochen, aber an Donald Trump gedacht. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht großen Handlungsbedarf für die Aufklärung über Depressionen – und für Gespräche mit Arbeitgebern darüber. Viele Menschen trauten sich nicht, über Depressionen zu sprechen und kehrten eine Erkrankung unter den Teppich, sagte Merkel am Mittwoch bei einer mit internationalen Experten besetzten Konferenz im Kanzleramt unter dem Titel „Was Menschen wichtig ist – Globale Gesundheit und Innovation“.

Merkel sagte, vom Kanzleramt bis zu Behörden und Unternehmen solle über Entstigmatisierung (Abbau von Vorurteilen) gesprochen werden: „Es ist in der Tat ein Thema, das uns alle zu Entwicklungsländern macht.“ Es leuchte jedem ein, wie eng physische und mentale Krankheiten zusammenhingen. „Gesundheit hat sehr viel mit der eigenen Würde zu tun“, sagte Merkel. Das Burnout-Problem, ein Erschöpfungssyndrom, nehme rapide zu.

Vorbeugung schon bei Kindern ansetzen

Die Veranstaltung im Kanzleramt, das sogenannte Internationale Deutschlandforum, ist eine Plattform für interdisziplinären und interkulturellen Dialog zu weltweit relevanten Zukunftsfragen.

Teilnehmer am Mittwoch baten Merkel, „Reklame für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz machen“. Depressionen seien kein esoterisches Randthema. Ein „Führungsstil am Arbeitsplatz“ könne zu psychischen Erkrankungen führen. Für Effizienz und Kosten bei Unternehmen und Behörden sei es wichtig, Risiken für psychische Belastungen zu senken. Hilfe könne etwa im Arbeitsschutzgesetz verankert werden. Die Prävention müsse dringend schon bei Kindern und Jugendlichen ansetzen. Über Gefahren von Drogen und Alkohol würden sie früh aufgeklärt – nicht aber über seelische Erkrankungen.

(dpa)

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