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Miss America: Schön, skurril, amerikanisch

Erstmals in der mehr als 90-jährigen Geschichte der Miss USA trat eine Autistin an. Lexie Madden war nicht die einzige Kandidatin, die für Aufsehen sorgte.

Lexie Madden bei ihrem Auftritt in Las Vegas (Foto: KAWA)

Wir hätten uns ja für Fräulein Madden entschieden, aber wir sind eben auch nicht blond: Mallory Hagan ist neue Miss America (Foto: http://starcasm.net)

Amerikas schönste Frau kommt aus New York. Das ist zumindest die Meinung der Preisrichter, die Mallory Hagan zur neuen Miss America gekürt haben. Die 23 Jahre alte Miss Brooklyn siegte am Samstagabend (Ortszeit) in Las Vegas gegen 52 andere Kandidatinnen.

Für Aufsehen hatte zuvor Allyn Rose gesorgt. Die 24-Jährige, die die Hauptstadt Washington vertrat, hatte erklärt, sich gleich nach dem Wettbewerb beide Brüste abnehmen zu lassen. Grund sei, dass ihre Mutter, ihre Großmutter und ihre Tante früh an Brustkrebs gestorben seien. Für die Ankündigung hatte sie Respekt bekommen, Ärzte warnten aber vor übereilten Entschlüssen. Rose schied gleich zu Beginn der Wahl aus.

Nach Miss New York wurde Miss South Carolina zweite und Miss Oklahoma dritte. Die letztlich vierte hatte ebenfalls vorab Schlagzeilen gemacht: Lexie Madden, Miss Wyoming, war die erste Kandidatin in der mehr als 90-jährigen Geschichte der Miss USA, die Autismus hat. Gleich hinter ihr folgt als fünfte Miss Iowa Mariah Cary. Bei ihr war das Tourette-Syndrom diagnostiziert worden, dass zu unkontrollierten Ausfällen führen kann.

Ganz so doof antworten auch die Schönen nicht

Bei dem Contest sind Teilnehmerinnen aus jedem der 50 Bundesstaaten sowie aus Washington DC und von den zu den USA gehörenden Inseln Puerto Rico und Virgin Islands dabei. Die Kandidatinnen müssen sich stets in Abendgarderobe und Bademode zeigen, aber auch einen Talentwettbewerb bestehen und aktuelle Fragen beantworten. Siegerin Hagan steppte zu einem Lied von James Brown und bekam die Frage, ob sie für bewaffnete Wachen an Schulen sei. Ihre Antwort: Man sollte Gewalt nicht mit Gewalt bekämpfen.

Die Miss America kann zwar jetzt ein Jahr lang regieren, muss sich die Aufmerksamkeit aber mit der Miss USA teilen. Beides sind konkurrierende Wettbewerbe. Veranstalter der Miss USA ist Immobilienmilliardär Donald Trump.

(dpa/RP)

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